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Die Frage von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, welche Minister Mitglieder in Freimaurer-Logen sind, wurde nur vier Mal klar beantwortet.

Die Frage von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, welche Minister Mitglieder in Freimaurer-Logen sind, wurde nur vier Mal klar beantwortet.

Causa Ruck: Hafenecker fragt nach Freimaurerlogen – viele Minister schweigen

Wie viele Mitglieder der Ampel-Regierung sind Freimaurer? Das wollte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker wissen – doch nur vier Minister antworteten ausdrücklich mit Nein auf die Frage, ob sie Mitglied in einer Loge sind. Viele ihrer Kollegen verwiesen auf die Privatsphäre und die Grenzen parlamentarischer Anfragen. Die FPÖ sieht Aufklärungsbedarf.

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Causa Ruck bringt Logen-Frage auf die Regierungsbank

Auslöser der Anfrageserie war die Causa Walter Ruck: Der Wiener Wirtschaftskammerpräsident wurde, wie berichtet, im Juli 2026 aus der ÖVP ausgeschlossen und legte wenige Tage später seine Ämter zurück. Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig hatte sich zuvor öffentlich hinter Ruck gestellt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker sprach daraufhin von „möglichen informellen Machtstrukturen“ und fragte die Regierungsmitglieder nach ihren Kontakten zu Freimaurerlogen.

Die Anfrage ging über die persönliche Mitgliedschaft hinaus: Hafenecker wollte auch wissen, ob Mitarbeiter, Spitzenbeamte und Führungskräfte staatsnaher Unternehmen Logen angehören und ob mögliche Interessenkonflikte geprüft werden.

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Vier klare Neins, viele Verweise auf Privates

Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, ÖVP-Innenminister Gerhard Karner, ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer verneinten eine eigene Mitgliedschaft ausdrücklich. Hattmannsdorfer hielt zunächst fest, die Frage falle nicht unter das parlamentarische Interpellationsrecht, fügte dann aber hinzu: „Ungeachtet dessen bin ich jedoch bereit bekanntzugeben, dass sie zu verneinen ist.“

Mehrere SPÖ-Minister gaben gar keine inhaltliche Antwort. Sie begründeten das damit, dass eine private Vereinsmitgliedschaft keinen Gegenstand der Vollziehung betreffe. Auch ÖVP-Kanzler Christian Stocker verwies darauf, dass freiwillige Mitgliedschaften in privaten Organisationen nicht vom parlamentarischen Fragerecht umfasst seien.

Wie mächtig sind Freimaurer in der Politik?

Die Debatte ist nicht neu: Schon 2023 fragte Hafenecker im Zusammenhang mit der Causa Florian Teichtmeister nach Freimaurern in Politik und Justiz. Die damalige grüne Justizministerin Alma Zadić erklärte, ihr lägen dazu keine Informationen vor, und verneinte ihre eigene Mitgliedschaft. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte 2016 öffentlich gemacht, dass er früher Freimaurer gewesen und ausgetreten sei.

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