Jugendkulturforscher Bernhard Heinzlmaier war in seinem Element, als Journalist András Szigetvari, Der Standard, in der ServusTV-Sendung „Links.Rechts.Mitte“ die Politik der SPÖ für „nicht so schlecht“ hielt. Beim Thema „Migration“ eskalierte die Diskussion.
Kind als einziger Österreicher in muslimischer Klasse
Auslöser war die Behauptung von Szigetvari, dass der Familiennachzug gestoppt wurde, „weil man sagt, das Schulsystem kippt, wir können die Sicherheit nicht mehr kontrollieren, ist glaube ich ein Quatsch, so ist das nicht“.
Heinzlmaier erwiderte, dass es Menschen gäbe, „die wollen das halt nicht, dass 42 Prozent der Schüler in Wien Muslime sind. Die Leute wollen das nicht, geht das nicht in Ihren Kopf?“ Die Menschen, so Heinzlmaier weiter, würden händeringend Schuldirektoren anrufen und sagen, „mein Kind sitzt als einziger Österreicher in einer muslimischen Klasse, können Sie ihn bitte nehmen!“
„Realitätsverweigerung bemerkenswert“
Die Meinungen der beiden prallten erneut aufeinander, als es um die Gewaltexzesse in Frankreich ging. Als Szigetvari die blutigen Auseinandersetzungen mit tausenden Verhaftungen und zahllosen Verletzten als Schülerproteste abtat, platzte Heinzlmaier der Kragen. Wörtlich sagte er:
Ich kann fast nimmer mehr und werde aus diesen Sendungen schwerst geschädigt hervorgehen, weil diese Form der Realitätsverweigerung, der Verleugnung und Realitätsverdrehung ist für mich wirklich bemerkenswert.
Linksextremisten kurbeln Gewaltexzesse an
Heinzlmaier behauptete, dass Linksextremisten hinter den Gewaltexzessen in Frankreich stehen und diese gemeinsam mit der Schülergewerkschaft ankurbeln würden. In Frankreichs Schulen gäbe es inakzeptable Zustände, „das möchte ich gar nicht in Frage stellen“. Die Probleme gäbe es aber auch bei uns, weil wir kein Geld mehr zum Investieren hätten.
Je länger die Proteste aber dauern, desto mehr würden immer diese Hamas-Faschisten-Tücher auftauchen, und die Fahnen des nicht existenten Palästinenser-Staates. Der Migrationsanteil sei schon sehr hoch dabei. Heinzlmaier meinte zudem, dass die „Radikale Linke“ für das Erreichen der politischen Ziele Gewalt nicht ausschließe.
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