Die FPÖ bleibt die klare Nummer eins, die SPÖ kämpft um den Anschluss: Eine neue Umfrage zeigt den großen Vorsprung der Freiheitlichen. Mit SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer an der Spitze könnten die Roten ihren Absturz allerdings vorerst bremsen.
FPÖ lässt Konkurrenz weit hinter sich
Die aktuelle Sonntagsfrage von Heute und Unique Research sieht die FPÖ bei 37 Prozent. Damit liegen Herbert Kickls Freiheitliche deutlich vor der ÖVP, die auf 20 Prozent kommt. Die SPÖ erreicht mit Markus Marterbauer als möglichem Spitzenkandidaten 17 Prozent und bleibt damit nur auf dem dritten Platz.
Die Zahlen zeigen vor allem eines: Der Vorsprung der Freiheitlichen bleibt beträchtlich. Selbst ein möglicher Wechsel an der Spitze der Sozialdemokraten würde die Kräfteverhältnisse vorerst nicht grundlegend verändern.
Marterbauer könnte SPÖ-Abwärtstrend stoppen
Für die SPÖ gibt es dennoch einen kleinen Hoffnungsschimmer. In der Vorwoche war die Partei unter Andreas Babler bei Unique Research nur auf 15 Prozent gekommen. Mit Marterbauer an der Spitze wären es nun 17 Prozent. Laut dem Meinungsforscher Peter Hajek könnte die SPÖ damit ihren Abwärtstrend zumindest vorerst stoppen.
Ein Befreiungsschlag ist das allerdings noch lange nicht. Ob der Minister tatsächlich Parteichef und Spitzenkandidat werden will, ist weiterhin offen. Hajek betont zudem, dass sich erst nach einer möglichen Übernahme des Parteivorsitzes zeigen werde, ob Marterbauer tatsächlich mehr Wähler gewinnen kann.
ÖVP bleibt auf Platz zwei, Grüne vor NEOS
Auch die übrigen Parteien wurden abgefragt: Die ÖVP hält bei 20 Prozent, die Grünen kommen auf zwölf Prozent. Die NEOS erreichen neun Prozent, während die KPÖ mit vier Prozent an der Schwelle zum Wiedereinzug in den Nationalrat liegt.
Allerdings ist bei den Ergebnissen Vorsicht geboten. Die Heute-Blitzumfrage beruht auf einer Online-Stichprobe von 500 Befragten. Die Schwankungsbreite beträgt laut Bericht plus/minus 4,4 Prozentpunkte. Meinungsforscher Hajek warnt deshalb vor einer überzogenen Interpretation der Zahlen.
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