Was für eine Brandrede von FPÖ-Außenpolitik-Sprecherin Susanne Fürst in der ORF III-Sendung „Zur Sache“ für einen Frieden in der Ukraine! Während sich die anderen Diskutanten auf die Seite der Kriegstreiber stellten, brachte sie emotional Argumente gegen eine Eskalation in den Weltkrieg vor.
Ukraine sucht Lösung am Schlachtfeld
„Die Ukraine hat an dem Tag verloren, als sie beschlossen hat, die Lösung am Schlachtfeld zu suchen“, ist Fürst überzeugt. Es hätte schon in den ersten Monaten die Möglichkeit gegeben, das Ganze mit einem sehr guten Ergebnis für die Ukraine zu beenden. Sie meinte damit den vom Westen verhinderten Waffenstillstand bei den Friedensverhandlungen im Frühjahr 2022 in Istanbul.
„Wir werden zur Kriegspartei“
Auf die Frage, ob Kriegsängste übertrieben seien, antwortete die FPÖ-Abgeordnete: Die Kriegsangst sei mit Sicherheit nicht übertrieben. Die Frage sei nur, von welcher Seite das geschürt werde. Wörtlich meinte sie:
Wenn wir in Europa, die EU, allen voran jetzt Deutschland unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), nicht aufhören mit dieser Eskalations-Spirale und diesen kräftigen Aussagen, dann werden wir endgültig zur Kriegspartei in diesem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.
EU hat Friedensverhandlungen verhindert
Es sei nicht unser Krieg, so Fürst. Wir hätten ihn leider vom ersten Tag an zu unserem Krieg gemacht. Die EU habe sich eingemischt und mehrmals verhindert, dass es bei Friedensverhandlungen zu einer Lösung kommt. Man setze sich nicht gemeinsam mit den USA hin, sondern verhindere eine Friedenslösung.
„Wir ziehen uns in den Krieg hinein“
Auf den Einwurf des Moderators, dass wir in den Krieg hineingezogen werden würden, sagte Fürst: „Wir ziehen uns in den Krieg hinein!“ Weiters meinte sie:
Wir schicken Milliarden in die Ukraine. Wir schicken Waffen in die Ukraine. Es wird ganz unverhohlen schon von europäischen Politikern aufgefordert, diese Waffen zu verwenden, um ins russische Territorium hinein zu agieren.
Menschen über Konsequenzen aufklären
Dann dürfe man sich nicht wundern, wenn irgendwann einmal eine Reaktion komme von russischer Seite. Wir seien mittendrin, weil wir uns dazu entschlossen hätten. Aber dann müsse man die Menschen schon einmal aufklären, was das alles hieße und welche Konsequenzen wir dafür tragen müssten.
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