Diesen Facebook-Beitrag hätte sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen ersparen können! Denn das Händeschütteln mit SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer auf dem Bild samt beigefügtem Text sorgte für einen Sturm der Entrüstung.
Marterbauer war in der Hofburg, um das Staatsoberhaupt über seine Budgetrede zu informieren. Van der Bellen bedankte sich im Posting für das “gute und offene Gespräch” und meinte, “ein Weiter wie bisher geht sich einfach nicht aus. Wir müssen jetzt bereit sein, etwas zu ändern“.
ÖVP wollte ein “Weiter wie bisher”
Wie oft haben die Österreicher diese Floskel schon gehört? Aber in der Realität ändert sich nichts: Ein Postenschacher jagt den anderen (zuletzt im ORF und bei den ÖBB), gespart wird nicht bei der größten und teuersten Regierung aller Zeiten, sondern bei den Leistungsträgern des Landes. „Kein Weiter wie bisher“ wollte FPÖ-Chef Herbert Kickl nach seinem fluminanten Sieg bei der Nationalratswahl, doch damit scheiterte er in den Verhandlungen mit der ÖVP, die offenbar genau so wie SPÖ und neuerdings auch wie die Neos Versorgungspolitik für die eigene Klientel machen, statt für die Bürger.
Gewaltiger “Shitstorm”
Das sehen offenbar auch die meisten Österreicher so, wie ein regelrechter „Shitstorm“ unter dem Facebook-Beitrag des Bundespräsidenten zeigt. „Es kann nicht sein, dass immer die arbeitende Bevölkerung zur Kasse gebeten wird, während an anderen Stellen weiterhin Geld verschwendet wird“, schrieb Marcel K., der zudem in 13 Punkten Änderungen im System vorschlug. „Es geht genau so ‚Weiter wie bisher!!!‘. Der Einzige, der das nicht sehen und realisieren will sind SIE!!!“, ergänzte Hermann H..
“Abgang und Tschüss!”
Matthias H. kommentierte: „Hoffentlich haben Sie den Finanzminister darüber aufgeklärt, wie gut die geplante Erhöhung der Parteienförderung gerade in der Wählerschaft ankommt“. Wie berichtet, kamen in der „ZIB2“ Zweifel auf, ob es für die Parteien nicht doch noch einen Geldsegen gibt. Christian P. brachte es auf den Punkt: „Dann bitte Abgang und Tschüss!!! Denn nur so wird sich was ändern!“.
Nach positiven Kommentaren sucht man mit der Lupe.


