Nicht nur die Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reist auf Steuerzahlerkosten durch die Welt, auch ihr Parteifreund, Staatssekretär Josef Schellhorn, ist fleißig unterwegs. So reiste der dank seiner Dienstwagen-Affäre auch als „Achter-Sepp“ bekannte Schellhorn in die ghanaische Hauptstadt Accra, um dort das österreichische Kulturforum zu eröffnen – Kostenpunkt: 5.687,54 Euro.
Schellhorn und Kollegen fliegen durch Europa
Aufgedeckt wurde dies durch eine parlamentarische Anfrage der FPÖ. Schellhorn war mit drei Mitarbeitern in der Business- und Economy-Class unterwegs. Daneben führte es ihn zu weiteren Destinationen in Europa, etwa zu viert nach Berlin und Brüssel. Für die Flugtickets wurden insgesamt 2.160,71 Euro fällig. Schellhorn und seine Kollegen reisten dabei zu einem Filmempfang der Berlinale, zu Gesprächen über Deregulierung und Entbürokratisierung sowie zur Teilnahme an einer Buchpräsentation.
Auch in Nachbarland Deutschland wird geflogen
Die Tickets für drei Personen zum Rat für Auswärtige Angelegenheiten kosteten 2.496,60 Euro. Und obwohl Leipzig und Berlin auch problemlos mit dem Zug oder Auto erreichbar sind, wurde auch hier geflogen – weitere 947,20 Euro wurden fällig. Anlass der Reise waren die Eröffnung des Österreich-Stands und des Traduki-Stands auf der Leipziger Buchmesse sowie der Auftakt des Festivals „MaerzMusik“ der Berliner Festspiele mit dem Klangforum Wien.
Ohne Begleitung nahm Schellhorn an einem informellen Rat für Auswärtige Angelegenheiten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew teil. Zudem war ein Mitarbeiter des Außenministeriums beim Political Tech Summit in Berlin zu Gast. Die dafür angefallenen Flugkosten beliefen sich auf 856,59 Euro.


