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Presse-Journalist Ultsch und Neos-Abgeordnete Brandstötter kamen bei der Frage, ob sie selbst an der ukrainische Front kämpfen würden, ziemlich ins Trudeln.

Presse-Journalist Ultsch und Neos-Abgeordnete Brandstötter kamen bei der Frage, ob sie selbst an der ukrainische Front kämpfen würden, ziemlich ins Trudeln.

Mit Waffe Ukraine verteidigen? Presse-Mann und Neos-Frau wollen nicht an die Front

„Würden Sie mit der Waffe in der Hand die Ukraine verteidigen?“, fragte ServusTV-Moderatorin Katrin Prähauser gestern, Sonntag, in der Sendung „Links.Rechts.Mitte“ ihre Gäste Henrike Brandstötter, Neos-Politikerin, und Christian Ultsch, Chefredakteur der Presse am Sonntag. Beide wollten aber nicht an die Front. 

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„Wir lassen Ukrainer für unsere Werte sterben“

Auslöser dieser Frage war die Wortmeldung von Roger Köppel, Chefredakteur der Weltwoche, der der Europäischen Union Zynismus vorgeworfen hatte. Wörtlich meinte er:

Man lässt die Ukrainer sterben für unsere Werte, weil das ja unsere rechtliche Ordnung ist. Aber glauben Sie, ein Europäer wäre bereit, selber mit der Waffe in der Hand an diese Front zu gehen?

„Ich bin 57“

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Prähauser konfrontierte nun Ultsch und Brandstötter mit dieser Frage. Der Presse-Journalist wand sich mit der Antwort hinaus: „Nein, ich bin 57.“ Gudula Walterskirchen, Herausgeberin des Liberatus-Magazins, ließ das nicht gelten: „Die müssen bis 60 kämpfen!“

Und Neos-Nationalratsabgeordnete Brandstötter sagte: „Ich würde für Österreich kämpfen.“ Die Neos-Politikerin behauptete, die Verlierer-Ampel helfe der Ukraine nicht militärisch, aber mit Hilfsunterstützungen für die Zivilgesellschaft. Ihr dürfte dabei entgangen sein, dass Österreich mit dem Geld an die EU-Friedensfazilität, das SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer „nur ein paar Netsch“ nannte, auch für Waffenkäufe bezahlt. 

Neutralität im folkloristischen Eck

Brandstötter meinte weiter, dass die Neutralität selber nicht vor Angriffen schütze, „wir sollten aus dem folkloristischen Eck langsam herauskommen“. Zudem habe die pinke Außenministerin Beate Meinl-Reisinger Wien als Austragungsort für Friedensverhandlungen angeboten. 

Österreich hat als Verhandlungsort kapituliert

Walterskirchen widersprach dem energisch: Wien sei kein Verhandlungsort mehr. Das wäre Wien einmal gewesen. Die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) habe zum Russland-Ukraine-Konflikt in Wien getagt, „nur die Russen wurden nicht eingeladen“. Das wäre die Kapitulation Österreichs als Verhandlungsort gewesen. Und würde man Wladimir Putin wirklich einladen, könne er gar nicht kommen, denn es gäbe ja den Haftbefehl. 

Tatsächlich sagte Meinl-Reisinger auf die Frage einer Puls24-Journalistin, ob sie Wladimir Putin angesichts des Haftbefehls gegen den russischen Präsidenten in Österreich empfangen würde: „Wir würden ihn verhaften lassen“. 

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