Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger wollte den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai 2025 noch verhaften lassen. Jetzt plötzlich will sie mit ihm reden, um in der Ukraine Frieden zu stiften. Eine 180-Grad-Wende der „Nato-Beate“.
Auf Linie mit Kickl
Gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten sagte sie, Europa solle das derzeitige Gesprächsvakuum nutzen und sagen, „wir übernehmen das jetzt“. Man müsse gewillt sein, auch mit Putin zu reden“. Damit reiht sich die Neos-Chefin nicht nur in das unter anderem von ihr geprägte Narrativ des „Putin-Verstehers“ ein, sondern geht voll auf Linie mit FPÖ-Chef Herbert Kickl, der seit Kriegsbeginn auf Kommunikationskanäle zu Russland besteht und dafür – nicht zuletzt von Meinl-Reisinger – diffamiert wurde.Â
Neos-Chefin wollt Putin verhaften lassen
Dass sich Meinl-Reisinger vom Kriegskurs zum Friedensengel entwickelt, will man ihr nicht so einfach abnehmen. Schließlich antwortete die Außenministerin noch vor knapp einem Jahr auf die Frage einer Puls24-Journalistin, ob sie Wladimir Putin angesichts des Haftbefehls gegen den russischen Präsidenten in Österreich empfangen würde:
Wir würden ihn verhaften lassen.Â
180-Grad-Wende “unglaubwürdig”
Für Susanne Fürst, FPÖ-Sprecherin für Außenpolitik, Neutralität und Europa, war die „180-Grad-Wende“ der Neos-Außenministerin schon damals „unglaubwürdig“. In einer Aussendung sagte sie:Â
Die Begriffe „Frieden“ und „Verhandlungen“ waren weder im Wortschatz der EU noch im Wortschatz der schwarz-rot-pink-grünen Systemparteien vorhanden, im Gegenteil, die EU gießt mit ihrem milliardenschweren Kriegspaket, neuerlichen Sanktionsandrohungen usw. nach wie vor Öl ins Feuer. Und die schwarz-rot-pinke Verlierer-Ampel, insbesondere ÖVP-Kanzler Christian Stocker und Neos-Außenministerin Meinl-Reisinger, haben sich in den EU-Kriegstreibereikurs ohne Wenn und Aber eingehängt.


