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Die Stadt Wien steht aufgrund einer fragwürdigen Fördervergabe nun in der Kritik. Hier im Bild: SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig.

Die Stadt Wien steht aufgrund einer fragwürdigen Fördervergabe nun in der Kritik. Hier im Bild: SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig.

Prüfbericht enthüllt Förderdschungel: Verein kassierte in Wien 52 Subventionen in nur einem Jahr

Der aktuelle Prüfbericht des Stadtrechnungshofes sowie der Kulturbericht der Stadt Wien werfen Fragen zur Vergabe staatlicher Subventionen auf. Neben Mehrfachförderungen für einzelne Initiativen stehen auch lange Bearbeitungszeiten und die Prioritätensetzung in der Kulturpolitik im Blickpunkt der Kritik.

Rechnungshof prüft Wiens Kulturabteilung

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Die Prüfer nahmen die Vergabepraxis des Jahres 2024 unter die Lupe – ein Jahr, in dem insgesamt rund 308 Millionen Euro an Fördergeldern zugesagt wurden. Der Großteil davon floss mit 46 Prozent in die darstellende Kunst, gefolgt von Wissenschaft (17 Prozent) und Musik (13 Prozent). Bei der Durchsicht der Akten stießen die Prüfer auf Auffälligkeiten bei der Verteilung der Mittel.

52 Subventionen an ein einziges Projekt

Besonders ein Fall sticht im Bericht hervor: Ein Projekt erhielt im Überprüfungszeitraum 2024 insgesamt 52 unterschiedliche Einzelförderungen – rechnerisch somit eine Zusage pro Woche. Bei weiteren 21 Einheiten stellten die Prüfer jeweils mehr als zehn parallele Teilförderungen fest. Neben der schieren Anzahl kritisierte der Stadtrechnungshof auch die Dauer der Kontrollen: Im Fall der 52-fachen Förderung benötigte die Behörde durchschnittlich 7,3 Monate für die Fertigstellung des Prüfberichts nach Einlangen der Abrechnungsunterlagen, obwohl diese teils nur aus wenigen Positionen bestanden.

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Debatte um Prioritäten in Zeiten des Sparkurses

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der Wien vor finanziellen Herausforderungen steht und Anpassungen bei Gebühren vornimmt. Vor diesem Hintergrund entzündet sich an den Ergebnissen des Prüfberichts sowie an den Ausgaben des 335 Millionen Euro schweren Gesamtkulturbudgets eine Debatte über die Prioritätensetzung. Kritiker fordern angesichts der Haushaltslage eine strengere Evaluierung und die Konsolidierung des Förderwesens.

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