ÖVP-Abgeordneter Andreas Hanger und die Kommentarschreiber unter seinen Facebook-Beiträgen werden offenbar keine Freunde mehr. Ein Posting von ihm mit einem KI-Bild, auf dem der russische Präsident Wladimir Putin und FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einem Gashahn zu sehen sind, löste eine Welle der Empörung aus.
Vor allem der ironische Satz auf dem KI-Bild, „Wie schön wäre es, wenn wir einfach wieder russisches Gas kaufen?!“, und der Text über dem Bild, „Leistbare Energie ist wichtig. Aber nicht um jeden Preis unserer Sicherheit und Unabhängigkeit“, sorgten für einen regelrechten Shitstorm.
Russisches Gas wird auf Umwegen geliefert
Kommentarschreiber Klaus G. antwortete prompt (Originaltext):
Jeder Schimpanse in Schönbrunn weiß, dass wir noch genug Gas aus Russland bekommen, nur halt über andere Länder und a bissal teurer und umweltschädlicher. Aber da Hanger hält anscheinend die Menschen für a bissal deppat.
Drittstaaten als Zwischenhändler
Tatsächlich dürfte dem ÖVP-Abgeordneten seine derzeitige Beschäftigung, Kommentarschreiber in sozialen Medien und Medieninhaber zu klagen, die Sicht auf die reale Energiepolitik verklären. Österreich kauft weiterhin Öl und Gas aus Russland, nur auf Umwegen und zu einem viel teureren Preis, weil Drittstaaten sozusagen als Zwischenhändler fungieren.
Weiß Hanger das nicht? Oder erzählt er besseren Wissens einfach nur die Narrative seiner Partei? Die Wirklichkeit wird ausgeblendet, wie in Deutschland, wo die Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, um jetzt teuren Atomstrom aus Frankreich zu importieren. Würde man das nicht tun, würde die Energieversorgung komplett zusammenbrechen.
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