In Wels wurde mehr als jeder dritte Einwohner im Ausland geboren, in Linz ist es ebenfalls mehr als jeder Dritte. Das zeigen aktuelle Zahlen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Das schwarz-blau regierte Oberösterreich plant nun strengere Vorgaben für Menschen in der Grundversorgung.
Auch Linz mit hohem Anteil
Der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung beträgt in Wels 36,9 Prozent, in Linz 34 Prozent. Damit liegt er in beiden Städten über einem Drittel. ÖVP-Landesrat Christian Dörfel sieht vor allem die Städte gefordert. Nach Angaben des Landes zeigen die ÖIF-Daten zugleich, dass in Oberösterreich vergleichsweise wenige Menschen aus den Herkunftsländern der jüngsten großen Fluchtbewegungen leben. Dörfel wertet dies als Bestätigung der bisherigen Asyl- und Integrationspolitik des Landes.
Land plant strengere Grundversorgung
Oberösterreich plant eine Neufassung des Grundversorgungsgesetzes. Vorgesehen sind strengere Vorgaben für Menschen, die Grundversorgung erhalten. Die Hausordnung des Landes soll gesetzlich verankert, verpflichtende Integrationsmaßnahmen und Mitwirkungspflichten sollen ausgebaut werden. Bei Verstößen können Leistungskürzungen drohen.
Aufforderung an Linz und Wels
Auch in den Städten sieht der Landesrat weiteren Handlungsbedarf. Gerade in den Städten brauche es besondere Anstrengungen für ein funktionierendes Zusammenleben. Hier seien die Städte gefordert, der Entstehung von Parallelgesellschaften entgegenzuwirken. Dörfels Aufforderung an Linz und Wels: Sie sollen stärker gegen die Entstehung von Parallelgesellschaften vorgehen. Das Land kündigt Unterstützung an.
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