Ein Zehn-Jahres-Vergleich der AMS-Zahlen zeigt eine deutliche Verschiebung: Die Zahl arbeitsloser Österreicher ist gesunken, jene der Ausländer gestiegen. Insgesamt waren im September 2026 jedoch etwas weniger Menschen arbeitslos oder in AMS-Schulung als zehn Jahre zuvor.
Die Zahlen gehen auseinander
Laut einer Auswertung von Heute sank die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer seit September 2016 insgesamt um 2,8 Prozent – von 391.939 auf 381.159. Hinter diesem leichten Rückgang verbergen sich zwei gegenläufige Entwicklungen: Bei österreichischen Staatsbürgern sank die Zahl um 18,7 Prozent auf 223.106. Bei Fremden stieg sie um 34,5 Prozent auf 158.053. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf Arbeitslose und Schulungsteilnehmer.
Wien liegt an der Spitze
Damit stellen Nicht-Staatsbürger mittlerweile 41,5 Prozent aller Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer – 2016 waren es 30 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil – wenig überraschend – in Wien: Dort entfielen im September 2026 53,6 Prozent auf ausländische Staatsbürger. In den übrigen Bundesländern lag der Anteil niedriger; im Burgenland betrug er 23,9 Prozent.
Syrer größte Gruppe
Unter den Ausländern waren Syrer mit 18.430 Personen die größte Gruppe. Es folgten Türken mit 14.007 und Rumänen mit 13.133. Besonders stark fiel der Anstieg bei Ukrainern aus: Ihre Zahl lag laut Auswertung bei 9.476, deutlich über dem Vergleichswert von 2016.
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