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An der Wirtschaftspolitik der Verlierer-Ampel lässt Manner-Chef Dieter Messner kein gutes Haar (v.l.n.r: ÖVP-Kanzler Christian Stocker, Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer).

An der Wirtschaftspolitik der Verlierer-Ampel lässt Manner-Chef Dieter Messner kein gutes Haar (v.l.n.r: ÖVP-Kanzler Christian Stocker, Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer).

„Das ist Chaospolitik“: Manner-Chef rechnet mit Wirtschaftspolitik ab

Der Chef des Wiener Süßwarenherstellers Manner, Dieter Messner, übt deutliche Kritik an den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Österreich. In einem Interview mit der Kleinen Zeitung bezeichnete er das Vorgehen der Politik als „Chaospolitik“ und warnte vor den Folgen für den heimischen Industriestandort. Wenn nicht rechtzeitig gegen gestiegene Produktions- und Arbeitskosten sowie unzureichende Anreize gegengesteuert werde, drohe ein verstärkter Abzug von Unternehmen ins Ausland. Als warnendes Beispiel verwies er auf den angekündigten Rückzug des Tiefkühlproduzenten Ardo.

Bürokratie und Netzinfrastruktur bremsen Modernisierung

Am eigenen Betrieb verdeutlichte Messner die praktischen Hürden, vor denen Unternehmen am Standort stehen. So wolle Manner seine Waffelöfen in Wien langfristig von Gas auf elektrischen Betrieb umstellen, um Emissionen zu senken und Kosten zu sparen. Dieser Schritt scheitere bislang jedoch an der fehlenden Kapazität der Wiener Netze. Zudem sorgen unklare EU-Vorgaben zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen für Unsicherheit bei anstehenden Investitionsentscheidungen.

Manner betont Standorttreue trotz schwieriger Rahmenbedingungen

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Trotz der deutlichen Kritik betonte Messner, dass Manner den Produktionsstandorten in Wien und Wolkersdorf treu bleiben wolle. Gleichzeitig widersprach er der öffentlichen Debatte über hohe Lebensmittelpreise: Niedrige Preise seien in einem „Hochkostenland“ mit dichtem Handelsnetz unrealistisch. Die Politik müsse sich darauf konzentrieren, verlässliche Investitionsanreize zu schaffen, um industrielle Arbeitsplätze im Land dauerhaft zu sichern.

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