Aus Sorge vor erneuten Plünderungen und gewaltsamen Krawallen haben zahlreiche Gewerbetreibende in der Brüsseler Innenstadt ihre Lokale mit Holzplatten abgesichert. Die Schutzmaßnahmen prägen das Bild bekannter Einkaufsmeilen wie der Rue Neuve und der Avenue Louise. Sowohl namhafte Luxusboutiquen wie Tiffany & Co., Prada, Versace und Ferragamo als auch Filialen großer Ketten wie Nike, Lacoste sowie kleinere Dienstleister und Gastronomiebetriebe schützten ihre Glasfronten gegen mögliche Randale.
Hintergrund: Gewaltsame Plünderungen am 17. Oktober
Ursache für die Sicherheitsvorkehrungen sind die Vorfälle vom Samstag letzter Woche, bei denen Randalierer mehrere Geschäfte im Zentrum geplündert hatten. Die Polizei musste damals Tränengas und Wasserwerfer einsetzen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Aufrufe in den sozialen Medien zu erneuten Versammlungen am darauffolgenden Wochenende veranlassten die Geschäftsinhaber zum Handeln, um weitere Sachschäden und Diebstähle zu verhindern.
Begrenzte Vorfälle trotz angespannter Sicherheitslage
Trotz der Verbarrikadierung versuchten einige Händler und Gastronomen, den Betrieb durch schmale Zugänge aufrechtzuerhalten. Zwar kam es am gestrigen Samstag erneut zu einzelnen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Exekutive, die Gewalteskalation blieb jedoch im Vergleich zur Vorwoche begrenzt. Die verbarrikadierten Fassaden verdeutlichen jedoch die anhaltende Verunsicherung des Einzelhandels in der belgischen Hauptstadt.
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