Es war kein friedlicher Demonstrationstag gestern, Samstag, in Frankreich. Trotz eines massiven Sicherheitsaufgebots eskalierte die Lage in mehreren Städten: brennende Mülltonnen, geplünderte Geschäfte und Angriffe auf Polizisten.
Innenminister benennt die radikale Linke
Der parteilose Innenminister Laurent Nuñez machte insbesondere die radikale Linke für die Ausschreitungen verantwortlich. Bei fast jeder Versammlung waren gewaltbereite Gruppen, die sich von den Demonstrationszügen lösten und gezielt Sicherheitskräfte angriffen.
Schon am Freitag hatte Nuñez vor Aufrufen zu Angriffen auf öffentliche Gebäude gewarnt:
Wir befinden uns nicht auf einer netten, freundlichen Demonstration.
Bis zum späten Abend meldete er landesweit knapp 1.000 Festnahmen
Mélenchon verlangt weitere Zugeständnisse
Während die Regierung vor Gewalt warnte, setzte Jean-Luc Mélenchon, Gründer der linksradikalen Partei La France insoumise (LFI), auf anhaltenden politischen Druck. Bei der Pariser Kundgebung erklärte er mit Blick auf Präsident Emmanuel Macron:
Er wird verstehen, dass sich das jede Woche wiederholen wird.
Gemeint waren die Proteste, nicht Plünderungen, die hauptsächlich von Einwanderern ausgehen, die aber eine politische Symbiose mit den linken Parteien bilden. Mélenchon forderte den Präsidenten auf, den Forderungen der Bewegung nachzugeben.
Geschlossene Geschäfte, abgeriegelte Kultur
Zwar blieben die Zerstörungen nach den nächtlichen Berichten hinter denen vom vergangenen Samstag zurück. Entwarnung bedeutet das nicht: Frankreichs Geschäftsleute und Sicherheitskräfte stehen damit vor weiterer Ungewissheit.
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