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Odin Wiesinger (rechts) zeigt dem Nationalratsabgeordneten Martin Graf ein Landschaftsbild. Von „Blut-und-Boden-Ästhetik“ á la Falter war weit und breit nichts zu sehen.

Odin Wiesinger (rechts) zeigt dem Nationalratsabgeordneten Martin Graf ein Landschaftsbild. Von „Blut-und-Boden-Ästhetik“ á la Falter war weit und breit nichts zu sehen.

„Numpty Nina“: So rächte sich ein Maler an „Falter“-Journalistin Horaczek!

„Hier sind keine Blut- und Boden-Bilder zu sehen, sondern nur Landschaftsbilder“, sagte gestern, Dienstag, der oberösterreichische Künstler Odin Wiesinger bei seiner Vernissage im Parlament. Es war ein Seitenhieb auf Falter-Journalistin Nina Horaczek, die ihn in einem Artikel als „Blut- und Boden-Maler“ bezeichnet hatte. 

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Ins braune Eck gestellt

Anlass für diese Titulierung der Falter-Reporterin: Wiesinger fertigte eine Grafik für den niederösterreichischen LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) an. Abgesehen davon, dass Horaczek in ihrem Geschreibsel eine Grafik nicht von einem Gemälde unterscheiden konnte, hat sie mit ihrer Beurteilung den renommierten Maler, Grafiker und Bildhauer aus Oberösterreich quasi ins braune Eck gestellt. 

Blut-und-Boden-Ideologie

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Was bedeutet es, wenn jemand zu einem Künstler „Blut und Boden-Maler“ sagt? Ein Blick auf Wikipedia verrät: „Die Blut-und-Boden-Ideologie ist eine agrarpolitische Ideologie, welche die Einheit eines rassistisch definierten Volkskörpers mit seinem Siedlungsgebiet postuliert“. Deutet man den Begriff also nach der weit verbreiteten Enzyklopädie, brachte Horaczek den unbescholtenen Maler, der sich offenbar zum Feind der linken Zeitgeist-Journalisten gemacht hat, weil er einer Burschenschaft angehört und nichts von linken Lebensweisheiten hält, in die Nähe des Nationalsozialismus. 

Erfolgreich gewehrt

Gegen diese mediale Unterstellung hat sich Odin Wiesinger schon mehrmals erfolgreich gewehrt; unter anderem, als ein Lokalreporter allen Ernstes behauptete, er würde NS-Porträts malen. Die Zeitung musste eine Gegendarstellung bringen.

Beitrag auf Facebook öffnen

Keine Gegendarstellung vom Falter

Eine solche Gegendarstellung verlangte Wiesinger auch vom Falter. Aber dessen Chefredakteur, Florian Klenk, verwehrte ihm in einem Schreiben an den Anwalt des Künstlers diesen Wunsch. Wörtlich schrieb Klenk: 

Wir halten Herrn Wiesinger natürlich nicht für einen Nazi, seine Kunst allerdings für „Blut-und Boden“-Ästhetik. Diese Beurteilung meiner Kollegin ist durch Art. 10 EMRK geschützt, zumal Ihr Mandant auch als public figure äußerst fragwürdige Kommentare zum Zeitgeschehen publiziert.

Wiesinger rächte sich auf eine andere Weise, indem er Horaczek in einem Facebook-Posting ein Entenbild widmete – und als Text war zu lesen:

…für „numpty Nina“ vom Falter, die ein Gemälde nicht von einer Graphik unterscheiden kann: …das ist nicht „Blut und Boden“, sondern „Enten, Schwarzerl oben“!


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