Explodierende Kosten beim U-Bahn-Ausbau U2/U5 und zeitgleiche Preiserhöhungen im Nahverkehr sorgen für heftige Empörung. FPÖ-Stadtwerkesprecher Klemens Resch wirft Öffi-Stadträtin Ulli Sima vor, das städtische Infrastruktur-Management nicht im Griff zu haben. Statt funktionierender und leistbarer Mobilität liefere die Stadt Wien nur noch Selbstinszenierung und immer höhere Rechnungen.
Erneuter Tarifschock ab 2027 nach Ende der 365-Euro-Karte
Für die Fahrgäste der Wiener Linien nimmt die Teuerungswelle kein Ende: Nach der massiven Tarifanhebung zu Beginn des Jahres 2026, mit der das jahrelange Erfolgsmodell der 365-Euro-Jahreskarte beendet wurde, steht für 2027 bereits der nächste Preisschub bevor. Durch die Umstellung auf eine jährliche automatische Anpassung an den Verbraucherpreisindex drohen Fahrkarten um bis zu 1,10 Euro teurer zu werden. Die angekündigte Valorisierung sorgt für enorme Empörung bei den Fahrgästen und der Opposition, die von einer gezielten Mehrbelastung der Wiener Bevölkerung spricht.
„Fehlerkette und Missmanagement“: FPÖ nimmt Stadträtin Sima ins Visier
Scharfe Kritik an den Plänen kommt von FPÖ-Stadtwerkesprecher Klemens Resch, der Öffi-Stadträtin Ulli Sima vorwirft, sich als „Teuerungsstadträtin“ zu betätigen. Die Bilanz der städtischen Verkehrspolitik sei eine reine Fehlerkette: Während die Preise für Einzelfahrkarten, Monats- und Jahreskarten kontinuierlich steigen, sinke die angebotene Qualität. Fahrgäste seien alltäglich mit überhitzten Fahrzeugen, Ausfällen, verlängerten Intervallen und einem flächendeckenden Baustellenchaos konfrontiert. Das Motto der rot-pinken Stadtverwaltung laute, für immer weniger Gegenleistung immer tiefer in die Taschen der Wienerinnen und Wiener zu greifen.
Kostenexplosion bei U2/U5 und verfehlte Prioritäten
Neben der Tarifpolitik geraten auch die Großprojekte der Stadt Wien ins Kreuzfeuer der Kritik. Das Milliardenprojekt zum Ausbau der U-Bahn-Linien U2 und U5 ist von jahrelangen Verzögerungen und explodierenden Kosten geprägt, die durch intransparente Immobilienkäufe entlang der Trasse zusätzlich belastet werden. Die Opposition wirft der Stadtführung vor, bei der Projektabwicklung jegliches Maß verloren zu haben und Misswirtschaft durch kontinuierliche Preiserhöhungen beim Endverbraucher zu kompensieren. Statt teurer Selbstdarstellung und Pressekonferenzen fordert die FPÖ ein sofortiges Aussetzen der Preiserhöhungen sowie eine Fokussierung auf Reparatur, Zuverlässigkeit und Leistbarkeit im Wiener Nahverkehr.
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