Als der Tirolere Landtagsabgeordnete Patrick Haslwanter (FPÖ) in einer Sitzung des Landtages meinte, dass die Neos die sinnloseste Partei seien, die es in Österreich jemals gegeben habe, war die Aufregung nicht nur bei den Pinken groß. Doch jetzt sagt ein Ex-Neos-Mann sinngemäß nichts anderes: Die Neos seien eine „verzichtbare Allerweltspartei“ geworden.Â
Entwicklung nicht mehr mitzutragen
Bei diesem Neos-Mann handelt es sich immerhin um den Ex-Nationalratsabgeordneten Johannes Margreiter, der diese Wortwahl wählte, als er der pinken Landesgeschäftsführerin Claudia Jäger seinen Austritt aus der Partei in einer Mail begründete. Das berichtete die Tiroler Tageszeitung heute, Donnerstag, zuerst. Darin bekräftigte Margreiter, dass der erfolgte Rauswurf von Veit Dengler vor zwei Wochen eine Entwicklung sei, die er nicht mehr mittragen könne.
Auch Ex-Ärztekammer-Präsident verließ Partei
Mit dem Tiroler Rechtsanwalt Margreiter, der für Neos von 2019 bis 2023 im Nationalrat saß, verlässt nun ein weiterer prominenter Pinker das womöglich sinkende Schiff von „Kapitänin“ Beate Meinl-Reisinger. Nach dem Rauswurf von Mitgründer Veit Dengler zog – wie berichtet – als erster Wolfgang Routil, langjähriger Präsident der Ärztekammer Steiermark, die Konsequenzen. Der Grund für seinen Austritt aus der Partei liege in der autoritären Führung und dem Reformstau, der die selbsternannte Erneuerungspartei erfasst habe, sagte er gegenüber den Medien.
