Ein Busfahrer in Niederösterreich rollt vor den Fahrgästen den Gebetsteppich aus und betet Richtung Osten. Dieser medial aufgebauschte Vorfall aus St. Pölten ist keine Ausnahme. Immer mehr Beschäftigte sind Moslems und legen für Allah, den Gott im Islam, eine Gebetspause ein.
Fünf Pflichtgebete
Das muslimische Gebet ist eine bestimmte Abfolge von Worten und Bewegungen. Dabei werden vier Grundhaltungen eingenommen: Stehen, Verbeugen, Knien und Niederwerfen. Die Pflichtgebete beinhalten Teile des Korans und werden immer auf Arabisch gesprochen. Fünfmal am Tag sollen Moslems beten: morgens, mittags, nachmittags, abends und spätabends. Die fünf Gebete sind Pflichtgebete.
Gebetsteppich auf der Baustelle
Das Ausrollen des Gebetsteppichs betrifft Arbeiter und Angestellte fast aller Berufsgruppen. In Wien-Floridsdorf staunte ein Wohnungsbesitzer nicht schlecht, als der Installateur seine Arbeit mehrmals zum Beten unterbrach und auf der Baustelle den Gebetsteppich ausrollte. Die gar nicht diskrete religiöse Praxis am Arbeitsplatz wird zum Problem, wenn dadurch Abläufe behindert werden.
Busfahrer hielt an, um zu beten
Laut Berichten war das in St. Pölten nicht der Fall. Dort breitete der Busfahrer seine Gebetsmatte neben der Fahrerkabine in seiner Pause aus. Anders bei einem Vorfall in unserem Nachbarland: In Bayern hatte ein Buslenker während einer regulären Linienfahrt angehalten, um zu beten. Die Fahrgäste mussten warten.
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