Für den zwangsfinanzierten Staatssender gab es auch heuer bereits wieder einiges an Steuergeldern: Öffentliche Stellen buchten im ersten Halbjahr 2026 Werbe- und Informationsschaltungen beim ORF im Wert von 10,4 Millionen Euro. Das geht aus den am 15. Oktober veröffentlichten Medientransparenzdaten hervor. Auch das Medienministerium von Andreas Babler gab in diesem Zeitraum mehr als eine halbe Million Euro für Werbung aus.
Der ORF liegt an der Spitze
Die 10,4 Millionen Euro stammen von öffentlichen Stellen insgesamt – darunter Bundesregierung, Länder, Kammern sowie teilstaatliche Unternehmen und Körperschaften. Insgesamt meldeten öffentliche Rechtsträger für das erste Halbjahr knapp 174 Millionen Euro an Werbe- und Informationsschaltungen.
Auch Krone und Standard bekamen Millionen
Mit 4,6 Millionen Euro folgte der Krone-Verlag. Beim Standard wurden 2,7 Millionen Euro gebucht. Das Medienministerium selbst gab exakt 523.674 Euro aus – mehr als doppelt so viel wie das Innenministerium.
Babler kündigte das Ende an
SPÖ-Medienminister Andreas Babler hatte eigentlich angekündigt: „Das unkontrollierte Hinausschießen von Inseraten habe ich beendet.“ Die nun veröffentlichten Zahlen zeigen allerdings, dass sein Ressort weiter Werbeeinschaltungen schaltete.
Werbung, Förderungen und öffentliche Mittel
Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) weist für das erste Halbjahr 2026 knapp 174 Millionen Euro an Werbe- und Informationsschaltungen aus. Zusätzlich meldeten öffentliche Stellen fast 38 Millionen Euro an Medienförderungen. Beides sind getrennte Kategorien – zusammen ergibt sich laut RTR ein Gesamtvolumen von rund 212 Millionen Euro.
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