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Am Kahlenberg gedachten Identitäre und polnische Aktivisten der Helden von 1683 – 343 Jahre nach dem Tag, an dem das Entsatzheer Wien von den Osmanen befreite.

Am Kahlenberg gedachten Identitäre und polnische Aktivisten der Helden von 1683 – 343 Jahre nach dem Tag, an dem das Entsatzheer Wien von den Osmanen befreite.

Stadt Wien blockiert Sobieski: Patriotisches 1683-Gedenken am Kahlenberg liefert die Statue nun nach

Am Kahlenberg in Wien-Döbling steht wieder eine Sobieski-Figur. Nicht jene Reiterstatue, die Polen längst fertiggestellt hat und die Stadt Wien seit Jahren nicht aufstellen will – sondern eine mitgebrachte Statue, die Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung selbst aufstellten.

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Gedenken und starkes Zeichen

Zum 343. Jahrestag der Entsatzschlacht versammelten sich am Samstag Aktivisten der Identitären Bewegung und der Plattform „Gedenken 1683“ unter dem Motto „Helden von Wien! Gedenkveranstaltung zur zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683“. Dort gedachten sie gemeinsam mit polnischen Aktivisten der Befreier der Stadt. Die Polizei meldete einen friedlichen Verlauf, über 100 Teilnehmer kamen zum Gedenken. Auf dem Leopoldsberg und in Heiligenstadt gab es linksextreme Gegenkundgebungen.

Eigene Statue statt leerem Sockel

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Die Plattform „Gedenken 1683“ begründete die Aktion offen mit der Blockade durch die Stadt:

Seit Jahren blockiert die SPÖ die Errichtung eines Sobieski-Denkmals am Kahlenberg. Deshalb würdigten wir das Andenken an den Polen-König gestern mit einer eigenen Statue.

Polnische Aktivisten hätten die Figur selbst angefertigt und mitgebracht, so die Veranstalter. „Das Bewusstsein für unsere Geschichte und Identität darf nicht verblassen.“

Patriotische Erinnerungspolitik? Fehlanzeige bei SPÖ

Genau dort, wo 1683 das Entsatzheer unter dem polnischen König Jan III. Sobieski gegen die osmanische Belagerung antrat, steht bis heute nur ein Sockel. Das eigentliche Reiterdenkmal des Bildhauers Czesław Dźwigaj ist fertig und lagert in Polen. 2013 wurde der Sockel gesetzt, 2018 sollte die Statue folgen. Ende 2024 sagte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) das Projekt ab. Wien werde „keine Bühne errichten, die für ausländerfeindliche Hetze und das Schüren von islamfeindlichen und antitürkischen Ressentiments instrumentalisiert werden kann“.

Stadt sagt Nein, Opposition und Polen wollen das Denkmal

FPÖ und ÖVP fordern die Aufstellung weiter. Im August stellte die Wiener ÖVP gemeinsam mit dem polnischen Botschafter Zenon Kosiniak-Kamysz am Kahlenberg eine über zwei Meter hohe Kartonfigur auf. Harald Zierfuß (ÖVP) sagte, der Befreier Wiens habe eine Statue verdient, „nicht ein leeres Sockel wie jetzt“.

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