Österreichs Tourismus verzeichnet auch heuer Zuwächse. Von Jänner bis einschließlich Mai wurden 64,15 Millionen Nächtigungen registriert. Das sind 1,42 Millionen beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.
Drei Fünftel aller Übernachtungen
Im österreichischen Tourismus zählt letztlich vor allem eine Gästegruppe: die Menschen aus der Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Deutschland ist mit großem Abstand der bedeutendste Herkunftsmarkt.
2024 entfielen 35,9 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus der Bundesrepublik und 28,3 Prozent auf Gäste aus Österreich. Andere Herkunftsmärkte bleiben wichtig, doch die Basis des Tourismusgeschäfts bilden die eigenen Leute.
Rekordjahr als starke Ausgangsbasis
Schon im Vorjahr hatte der österreichische Tourismus Höchstwerte erreicht: Rund 48 Millionen Gästeankünfte und 157 Millionen Nächtigungen wurden gezählt. Die reale touristische Wertschöpfung lag bei 22,6 Milliarden Euro.
Auch die Saison jenseits der klassischen Spitzenmonate gewinnt an Gewicht. In den acht Nebensaisonmonaten entstehen inzwischen 53,5 Prozent aller Nächtigungen. Das unterstreicht, dass sich Österreich zunehmend als Ganzjahresdestination positioniert.
Gute Stimmung, aber steigende Belastungen
Die Betriebe in Hotellerie und Gastronomie blickten daher positiv auf den Sommer: 78 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Lage gut. In den Hotels stieg die Auslastung gegenüber dem Vorjahr um rund 1,5 Prozent.
Gleichzeitig belasten hohe Energie- und Lebensmittelpreise sowie Steuern und Abgaben die Erträge. In der Gastronomie zeigt sich zudem ein vorsichtigeres Konsumverhalten: Gäste bestellen gezielter und geben pro Besuch teils weniger aus. Bei Investitionen kann rund ein Drittel der Betriebe nur noch unbedingt erforderliche Vorhaben finanzieren.
Beschäftigung auf Rekordniveau
Die Beschäftigung in Hotellerie und Gastronomie liegt mit rund 260.000 Personen auf Rekordniveau. Für Beschäftigte bringt der neue Kollektivvertrag ab 1. Oktober eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 3,02 Prozent.
