Die Verlierer-Ampel bekommt eine deutliche Warnung aus der Bevölkerung: In einer aktuellen Heute-Umfrage sprechen sich 46 Prozent für rasche Neuwahlen aus. Nur 40 Prozent wollen, dass ÖVP, SPÖ und NEOS bis zum regulären Ende der Legislaturperiode 2029 weiterregieren. 14 Prozent machten keine Angabe oder waren unentschlossen.
FPÖ-Wähler treiben Neuwahl-Wunsch
Besonders scharf fällt der Gegensatz bei den Anhängern der Parteien aus. Laut Heute sprechen sich 90 Prozent der FPÖ-Anhänger für Neuwahlen aus, lediglich sieben Prozent wollen die aktuelle Regierung bis 2029 weiterarbeiten sehen. Meinungsforscher Peter Hajek erklärt das hohe Gewicht dieser Gruppe mit der derzeitigen Stärke der FPÖ im Parteienspektrum.
Ganz anders sieht das Bild bei den Anhängern der Regierungsparteien aus. Bei den NEOS wollen 86 Prozent weiterregieren, bei der ÖVP sind es 84 Prozent. Auch in der SPÖ gibt es noch eine deutliche Mehrheit für die Fortsetzung der glücklosen Koalition: 60 Prozent bevorzugen das Weiterregieren, 34 Prozent einen vorzeitigen Urnengang.
Einheitspartei hält zusammen
Während die Anhänger der Regierungsparteien überwiegend hinter der bestehenden Konstellation stehen, kommt der Wunsch nach Neuwahlen vor allem aus dem Lager der FPÖ. Bei den Grünen wird die Regierung ebenfalls weiterhin gestützt.
Interessant ist zudem der Blick auf jene, die sich noch nicht festgelegt haben. In dieser Gruppe sprechen sich 43 Prozent für einen vorzeitigen Urnengang aus, 28 Prozent wollen die Regierung bis 2029 arbeiten lassen. Gerade bei den Unentschlossenen liegt damit Bewegungspotenzial.
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