Beate Meinl-Reisinger

Beate Meinl-Reisinger lässt nicht locker. Das längere Arbeiten für Pensionisten ist neben dem Verlust der Neutralität offenbar ihr heißestes politisches Thema.

15. August 2026 / 09:53 Uhr

Arbeiten bis 65: Das reicht der pinken Chefin Meinl-Reisinger nicht!

Würde Beate Meinl-Reisinger (Neos) Bundeskanzlerin sein, müssten die Österreicher bis 67 Jahren arbeiten. Das machte die pinke Chefin und Außenministerin einmal mehr beim Sommergespräch gestern, Freitag, bei oe24.tv klar. 

Es war nichts anderes zu erwarten! Kaum ein anderes Thema, mit Ausnahme der Neutralitätsfrage, ist mit Meinl-Reisinger so eng verbunden wie die Pensionen. Seit Regierungsantritt vergeht kaum ein Tag, an dem sie nicht predigt, das Pensionsantrittsalter auf 67 Jahre hinaufzuschrauben, um das Budget-Defizit senken zu können. 

Jedes Jahr soll Antrittsalter um zwei Monate steigen

Bei oe24.tv nun wieder das gleiche Lied: „Unser Vorschlag ist: Wir starten mit der Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters ab 2030 – bei den Frauen ein bisschen später, weil da jetzt gerade angeglichen wird. Jedes Jahr soll das Antrittsalter um zwei Monate steigen – so kommen wir auf 67 dann im Jahr 2041“. 

ÖVP offenbar im Einklang mit den Neos

Die wahrscheinlich gute Nachricht für die Gegner dieses pinken Modells: Meinl-Reisinger wird aller Voraussicht nach der nächsten Regierung nicht mehr angehören. Sie sei auch für einen großen Pensionsgipfel mit allen Parteien, sagte sie. Denn dann müsse sich auch die FPÖ hinstellen und erklären, warum sie da nichts tun will. Die ÖVP ist ja offenbar schon bereit, das Pensionsantrittsalter in Angriff zu nehmen. Sowohl ihre Seniorensprecherin, Ingrid Korosec, als auch der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle sind diesbezüglich schon vorgeprescht. 

Fragen, die von Journalisten nie gestellt werden

Bevor sich die Blauen mit der Neos-Chefin an einen Tisch setzen, um über ihre Causa prima zu diskutieren, müsste Meinl-Reisinger zuerst einige Fragen, die ihr Journalisten leider nie stellen, beantworten. Warum spart die Regierung nicht bei sich selbst, warum gibt sie weiter Milliarden für obskure NGOs und umstrittene Projekte im Ausland aus, warum schickt das neutrale Österreich viel Geld für Waffenkäufe in die Ukraine?

Jeder zweite Arbeitslose ein Ausländer

Meinl-Reisinger müsste zudem die Frage beantworten, warum sie ältere Menschen nicht den Ruhestand gönnt, während die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich bei 11,2 Prozent liegt. Und sie müsste erklären, warum sie die Österreicher länger schuften lassen möchte, während fast jeder zweite Arbeitslose in Österreich ein Ausländer ist. 

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