Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFDD im Auftrag der „Steirerkrone“ wird bei den anderen Parteien wohl Schnappatmung auslösen. Gegenüber der Landtagswahl im Herbst 2024 (34,8 Prozent) konnte die FPÖ mit Landeshauptmann Mario Kunasek weitere satte acht Prozentpunkte zulegen und käme, wären am Sonntag Landtagswahlen, mittlerweile auf 43 Prozent.Â
Kunasek in eigener Liga
Christoph Haselmayer, IFDD-Studienautor, schwärmte:
Mario Kunasek spielt mittlerweile in einer eigenen Liga, die anderen Parteichefs kommen nicht annähernd an seine Beliebtsheitswerte heran.Â
Kunasek ist also schon nach kurzer Amtszeit zum „Landesvater“ mutiert. Wie populär der freiheitliche Landeshauptmann auch außerhalb der Steiermark ist, zeigte am 13. August sein Auftritt bei den Sommergesprächen in Wien-Donaustadt. Dort hatte er auch sein Erfolgsgeheimnis verraten: „Nichts versprechen, was man nicht halten kann“. Und: „So bleiben wie man immer war, egal in welcher Position man gerade ist“.Â
Juniorpartner ÖVP stürzt ab
Während Mario Kunasek bei den Wählern weiter abräumt und der Konkurrenz davonzieht, schaut es für die anderen Parteien gar nicht gut aus. Der Juniorpartner der FPÖ, die ÖVP, stürzt ab, kommt nur noch auf 19 Prozentpunkte. Das bedeutet gegenüber der Landtagswahl ein Minus von fast sieben Prozent, obwohl Kunasek die Zusammenarbeit mit ÖVP-Obfrau und Landeshauptmann-Vize Manuela Khom ausdrücklich lobt. „Der ÖVP schlägt ein eisiger Gegenwind von der Bundespartei entgegen, sie verliert weiter an Boden“, erklärt Studienautor Christoph Haselmayer das schwarze Dilemma.Â
Neos nur noch bei vier Prozent
Die ÖVP steht damit im Duell mit der SPÖ, die laut IFDD-Umfrage ebenfalls auf 19 Prozent kommt. Den Roten hängt noch das schlechte Ergebnis bei der Grazer Gemeinderatswahl nach, bei der es nach dem Urnengang ja quasi zur Auflösung der Stadtpartei gekommen war. Platz vier in der Steiermark würden die Grünen mit neun Prozent einnehmen, während die Neos (vier Prozent) und die KPÖ (sechs Prozent) um den Einzug in den Landtag bangen müssten.
