Am ersten Amtstag des neuen rechten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella haben zwei Bombenanschläge das Land erschüttert. Bei den Attacken wurde mindestens ein Polizist getötet und mehrere Menschen verletzt.
Anschläge auf Sicherheitskräfte
Ein Anschlag ereignete sich in der Nähe von Cali. Nach ersten Berichten sprengten am gestrigen Samstagmorgen mutmaßliche Guerillakämpfer der linken FARC eine im Bau befindliche Mautstelle an der Panamericana. Zwei Sicherheitskräfte sollen dabei leicht verletzt worden sein. Im Departamento Cesar wurde zudem eine Polizeistation mit einer sprengstoffbeladenen Drohne angegriffen. Dabei kam ein Polizeibeamter ums Leben. Zu den Tätern bekannte sich zunächst niemand.
Kampf gegen bewaffnete Gruppen und kriminelle Organisationen
De la Espriella verurteilte die Anschläge und kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an. Er hatte bereits im Wahlkampf versprochen, bewaffnete Gruppen und kriminelle Organisationen entschlossen zu bekämpfen. Die Angriffe ereigneten sich nur wenige Stunden nach der Amtseinführung und verdeutlichen die schwierige Sicherheitslage in Kolumbien. In mehreren Regionen des Landes sind weiterhin FARC-Abspaltungen, die Guerillaorganisation ELN und kriminelle Gruppen aktiv.
