Wofür die Verlierer-Ampel Geld ausgibt, ist bemerkenswert: Dank einer Anfrage der FPÖ wurde bekannt, dass vier Beamte des ÖVP-geführten Innenministeriums auf Kosten der Steuerzahler zur Fußball-WM in die USA reisten und alle vier Spiele des österreichischen Teams besuchten.
Steuerzahler blechten auch für Mietauto
Dem Steuerzahler hat die Reise der vier Top-Beamten sage und schreibe 22.567,52 Euro gekostet, wie ÖVP-Innenminister Gerhard Karner nach einer Anfrage der Freiheitlichen zugeben musste. Davon entfielen 13.564,90 Euro für Unterkünfte, 7.473,13 Euro für Flüge und 1.529,49 Euro für ein Mietauto.
Spitzenbeamte aus dem Innenministerium
Wer nun glaubt, dass diese „Dienstreise“ Beamte der Basis in Anspruch genommen haben, der hat sich getäuscht: Die vier Personen setzten sich aus Angehörigen der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, der Abteilung „Polizeiliche Sondereinsätze“ in der Bundespolizeidirektion sowie der Abteilung für „Ermittlungen, organisierte und allgemeine Kriminalität“ zusammen. Ein Beamter gehörte zur höchsten Besoldungsgruppe E1, drei sind im gehobenen Dienst E2a.
Karner nennt Grund der Reise
Wie schon ÖVP-Kanzler Christian Stocker argumentierte, der sich seinen WM-Trip auch von den Österreichern bezahlen ließ, nämlich, dass er bei dieser Dienstreise ein Konsulat eröffnet und im Rahmen dessen zwei Spiele des ÖFB-Teams besucht hat, fand auch Karner einen Grund zur Erklärung der WM-Reise seiner Spitzenbeamten: Die Reise habe demnach der „Unterstützung der Gastgeberstädte beim besseren Verständnis der Kultur und des Verhaltens der Fans aus den jeweiligen Ländern sowie Mitwirkung an der laufenden Bewertung von Risiken und Bedrohungen, um eine sichere Weltmeisterschaft zu ermöglichen“ gedient.
Babler ließ sich bei Jubelszenen fotografieren
Wie berichtet, war Stocker nicht das einzige Regierungsmitglied, das ausgerechnet zur Fußball-Weltmeisterschaft in die USA reiste. Sein Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), der auch Sportminister ist, reiste gleich mit vier Mitarbeitern an, um sich unter anderem bei Jubelszenen fotografieren zu lassen.
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