Eine Form der Selbstdarstellung, bei der sich die rot-grüne Kulturszene selbst inszenierte, ohne dass den von Gewalt betroffenen Frauen auch nur im Geringsten geholfen wird – so gestaltete sich die groteske Demo von Männern. (Symbolbild)

9. August 2026 / 08:50 Uhr

“Walk of Shame”: Wenn linke Männer demonstrieren gehen…

Wien: Ein „Walk of Shame“, aufgeführt von Männern aus der Kulturszene, sollte aufrütteln und auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Doch hilft diese groteske Inszenierung wohl kaum einer Frau.

Linker Gratismut geht demonstrieren

Am Freitag versammelten sich laut Angaben von meinbezirk.at hunderte Personen, darunter Persönlichkeiten wie Ex-Sozialminister Johannes Rauch (Grüne), zu einer Protestaktion in der Wiener Innenstadt. Mit buckligen Rücken zogen die Teilnehmer in theatralischer Manier als symbolischer „Walk of Shame“ zur Staatsoper. Das ganze Theater wurde veranstaltet um ein vermeintlich „starkes Zeichen“ gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Angesichts dieser geradezu schon grotesk anmutenden Performance stellt sich jedoch völlig zu Recht die Frage, was eine solche Show bewirken soll. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es sich hierbei schlicht um Gratismut in seiner reinsten Form handelt – eine Form der Selbstdarstellung, bei der sich die rot-grüne Kulturszene selbst inszeniert, ohne dass den von Gewalt betroffenen Frauen auch nur im Geringsten geholfen wird.

Ein Blick in die Kriminalstatistik

Während in der Innenstadt munter vor sich hin demonstriert wurde, zeigt ein nüchterner Blick auf die Kriminalstatistik eine drastische Realität: eine parlamentarische Anfragen der FPÖ brachte ans Licht, dass es im betreffenden Jahr zu 471 Vergewaltigungen kam, bei denen die Tatverdächtigen ausnahmslos Nichtösterreicher waren! Zahlen wie diese verdeutlichen das massive und besorgniserregende Ausmaß an sexualisierter Gewalt gegen Frauen in unserem Land. Wer diese gravierenden Fakten in der öffentlichen Debatte verschweigt, lässt auch die Opfer im Stich.

Kein Platz für das verschweigen von Gewalt

Symbolische Demonstrationen auf der Ringstraße mit gratismutigen Reden mögen zwar gut für das eigene Ego und Image sein. Ob sie jedoch den richtigen Adressaten, den potentiellen Gewalttäter, erreichen, das ist mehr als fraglich. Und somit erübrigt sich auch die Frage, ob Aktionen wie diese Mädchen und Frauen wirklich vor Gewalt schützen können.

Gewiss, über dieses schwere Thema darf und muss gesprochen werden. Wer jedoch echte und nachhaltige Sicherheit für Frauen in Österreich einfordert, darf auch vor den demografischen und strukturellen Hintergründen bestimmter Delikte nicht die Augen verschließen. Das ständige Beschwören einer moralischen Haltung ersetzt keine konsequente Rechtsstaatlichkeit. Wer eine echte Veränderung herbeiführen will, muss die Ursachen ungeschönt benennen, anstatt sie hinter symbolischen Kampagnen zu verstecken.

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