Die Wogen gingen hoch, als unzensuriert im September 2024 über Luxuswohnungen für Asylanten – Lofts mit Dachterrasse inklusive – berichtete. Ein Lokalaugenschein der Kronen Zeitung zeigt nun: Der Steuerzahler musste und muss dafür tief in die Tasche greifen.Â
2,4 Millionen Euro Subvention
Bis dato hat der Fonds Soziales Wien (FSW) für das von der evangelischen Sozialorganisation Diakonie betriebene Projekt in der Favoritenstraße 185 2,4 Millionen Euro aufbringen müssen – die Subvention für 2026 noch nicht mitgerechnet. In der Fördersumme sind Personal-, Sachkosten und Büroräumlichkeiten der Diakonie enthalten.
Wer bezahlt die teuren Mieten?
Wer die Mieten in den insgesamt 110 Wohnungen bezahlt, ist nicht hinreichend geklärt. Zwar behauptet der FSW, dass die Mietkosten von den Kunden aus ihren eigenen Mitteln bezahlt werden würden, doch stellt sich die Frage: Wie geht das? Denn laut Diakonie würden aktuell nur 15 Prozent der arbeitsfähigen Bewohner in einem aufrechten Arbeitsverhältnis stehen.
Auf Nachfrage der Krone blieb die Diakonie diesbezüglich eine Antwort schuldig. Das nährt den Verdacht, das hier ebenfalls die öffentliche Hand einspringt. Immerhin: Die Mieten sollen sich zwischen 900 und 1.700 Euro bewegen.
Luxuriöse Asylunterkunft auf Steuerzahler-Kosten
Gegenüber unzensuriert sagte der freiheitliche Klubobmann im Bezirksparlament Favoriten, Christian Schuch, dass sich Warnungen seiner Partei bezüglich der Asylunterkunft in der Favoritenstraße mehr als nur bewahrheitet hätten. Der Steuerzahler müsse für die Kosten dieser Asylunterkunft in erheblichem Ausmaß aufkommen. Noch dazu könne davon ausgegangen werden, dass auch ein großer Teil der Mietunterkünfte durch den Steuerzahler finanziert werden muss.
Hinzu komme, dass sich immer weniger Österreicher das Leben leisten können, während Menschen, die noch nie etwas zum österreichischen Sozialstaat beigetragen hätten, eine luxuriöse Asylunterkunft in der Favoritenstraße finanziert bekommen. „Das ist unfair!“, betonte Schuch.
