Tür an Tür mit Vergewaltiger und Gewalttäter – das passiert derzeit irgendwo in Wien-Simmering. Wo, wird nicht verraten. Information für die Anrainer? Mitnichten. Die Aufregung ist groß. Selbst der SPÖ-Bezirksvorsteher ist sauer, dass er von der rot-pinken Stadtregierung bei diesem Projekt übergangen wurde.
“Auszeit-WG” für 14 Tage
Die Rede ist von der „Auszeit-WG“, die dieser Tage mitten in einer Wohnsiedlung in Wien-Simmering (wo, sagt man nicht) in Betrieb gegangen ist. 16 schwer verhaltensauffällige, jugendliche Intensivtäter werden hier für 14 Tage untergebracht, bevor sie wieder nach Hause dürfen.
Aufpasser müssen Selbstverteidigung üben
Der frühere Bezirksvorsteher in Simmering und heutige Gemeinderat Paul Stadler (FPÖ) kann das alles kaum fassen. Auf seiner Facebook-Seite fragt er: „Ernsthaft jetzt?“ Er kritisiert, dass die Anrainer im Ungewissen gelassen wurden, obwohl ihre Wohnungs-Nachbarn so gefährlich sein sollen, dass die Aufpasser Selbstverteidigungs-Kurse machen müssen, die Fenster und Türen bruchsicher sind und es ein eigenes Alamsystem gibt.
Alt genug für Gefängnis
Statt hier mit Kuschelkurs Steuergeld zu versenken und die Anrainer in Gefahr zu bringen, müsse die Strafmündigkeit – wie es FPÖ-Justizsprecher Harald Stefan fordert – auf zwölf Jahre gesenkt werden. Wenn die unter 14-Jährigen alt genug für Vergewaltigungen und andere schwere Kriminalitäts-Delikte wären, solle man sie vor einem Gefängnis-Aufenthalt nicht verschonen, schrieb Stadler auf Facebook.Â
Zwei Wochen Urlaub auf unsere Kosten
Heute, Freitag, meldete sich zur „Auszeit-WG“ auch FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst zu Wort. Wörtlich sagte sie:
Welche abschreckende Wirkung soll eine 14-tägige Auszeit in einer Wohngemeinschaft auf einen strafunmündigen Intensivtäter haben? KEINE. Nach zwei Wochen „Urlaub” auf unsere Kosten steht er wieder auf der Straße und macht weiter. Wir wissen genau, wo das Problem liegt: die meisten jugendlichen Straftäter stammen aus dem migrantischen Milieu. Wir müssen daher alle Anstrengungen darauf richten, diese Menschen wieder loszuwerden. Es gibt keine Alternative!
