Madeira

Während sich viele Wiener aufgrund der Teuerung keinen Urlaub leisten können, werden Intensivtäter auf Staatskosten auf Urlaubs-Inseln wie Madeira geschickt.

11. August 2026 / 12:12 Uhr

Unfassbar: Jugendliche Intensivtäter werden mit Traumurlauben belohnt

Die MA11 (Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wien) steht nach der Empörung über die „Auszeit-WG“ in Simmering, wo ein zwölfjähriges Mädchen vor einem Betreuer flüchtete und aus dem Fenster sprang, neuerlich in der Kritik. Jetzt wurde bekannt, dass jugendliche Intensivtäter und „Problemkinder“ mit Urlauben auf Trauminseln belohnt werden – auf Staatskosten versteht sich. 

Angeklagter war auf Insel-Camp, erschien nicht zum Prozess

Das Gerücht, dass diese Jugendlichen unter 14 Jahren auf Urlaub geschickt werden, gibt es schon länger. Nach Recherchen des Kurier steht nun fest: Es gibt tatsächlich Reisen nach Madeira, Skandinavien und in andere Länder, wo diese „Problemkinder“ zu Camps als „Resozialisierungsmaßnahme“ geschickt werden. Kurios: Laut Kurier erschien einmal ein jugendlicher Angeklagter nicht zum Prozess, weil er gerade für sechs Monate auf einem Insel-Camp weilte. 

Jugendkriminalität stieg eklatant

Die Jugendkriminalität stieg in Wien eklatant. Bei den zehn- bis 14-Jährigen gab es im Vorjahr eine Steigerung um 18,1 Prozent. Vorwiegend geht es um Einbruchdiebstähle und Körperverletzungen. Der Ausländeranteil lag bei 59,2 Prozent. 

“So geht man mit dem Steuergeld nicht um”

Scharfe Kritik am „Trauminselprogramm“ von Neos-Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling übt FPÖ-Wien-Bildungssprecher Maximilian Krauss. In einer Aussendung sagte er: 

Während bei den Wienern gespart und abkassiert wird, kennt Emmerling beim Geldausgeben offenbar keine Grenzen. Besonders grotesk ist, dass es keine transparenten Gesamtkosten, keine klaren Teilnehmerzahlen und keine umfassenden Nachweise über den tatsächlichen Erfolg dieser Reisen gibt. So geht man mit dem Geld der Steuerzahler nicht um.

Justizsprecher fordert: “Schluss mit Kuschelkurs”

Die FPÖ kündigte entsprechende Anfragen im Gemeinderat an. Der freiheitliche Justizsprecher im Parlament, Harald Stefan, forderte angesichts der aufgedeckten Traumurlaube eine Ende des Kuschelkurses für junge Intensivtäter. Stattdessen müsste die Strafmündigkeit herabgesetzt werden. Stefan betonte gegenüber unzensuriert, für konsequenten Schutz der Opfer statt für linkslinker Sozialromantik auf Kosten der Steuerzahler zu stehen. 

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