Herbert Kickl und Manfred Haimbuchner

FPÖ-Chef Herbert Kickl mit Oberösterreichs Vize-Landeschef Manfred Haimbuchner (FPÖ) auf der Bühne. Dank Dilemma der Verlierer-Ampel wackelt auch in Oberösterreich, wo 2027 gewählt wird, die Dominanz der ÖVP.

17. Juli 2026 / 09:34 Uhr

Meinungsforscher: „Da bricht gerade die Panik in den Bundesländern aus!

„Die aktuelle Stimmung in der Innenpolitik ist äußerst bescheiden, die Stimmung in der Bevölkerung ist absolut negativ – das heißt, die Menschen wollen diese Bundesregierung schlichtweg abwählen!“ Das sagt Meinungsforscher Christoph Haselmayer in einem Video-Interview mit der Kronen Zeitung. 

Kopf- an-Kopf-Rennen mit der FPÖ

Auf die Frage, wie es in den Bundesländern Tirol und Oberösterreich aussieht, wo ja nächstes Jahr Landtagswahlen sind, antwortete Haselmayer vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFFD): „Es gibt überall ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der FPÖ“. Nach den Urnengängen in Tirol und Oberösterreich folgen dicht darauf die Landtagswahlen in Niederösterreich, Kärnten und Salzburg. 

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29 Prozent für FPÖ und ÖVP in Tirol

Alles, was bisher gegolten habe, zum Beispiel in Tirol, wo man gesagt habe, dass die ÖVP immer Nummer eins bleiben würde, zähle nicht mehr, so der Meinungsforscher. Gerade in diesen Tagen sei eine Umfrage von Forsight erschienen, die erstmalig die ÖVP wie die FPÖ bei 29 Prozent ausweise (unzensuriert berichtete). „Da bricht gerade die Panik in den Bundesländern aus!“

ÖVP steht vor Zetrümmerung

Die ÖVP, meinte Haselmayer, stehe kurz vor einer Zertrümmerung in ihren Kernländern. Da müsse die Kanzlerpartei noch im Sommer bis Herbst agieren, sonst sei irgendwann der Zeitpunkt gekommen, „dass man diese Bundesregierung vor die Wiener U-Bahn wirft, bevor man im Bundesland vom Postbus überfahren wird“.

 Sommertour auf Staatskosten

Den Tipp von Haselmayer hat sich offenbar ÖVP-Kanzler Christian Stocker zu Herzen genommen und – wenn auch mit ausgewählten Gästen und auf Staatskosten – eine Sommertour gestartet. Gleich am ersten Schauplatz dieser Tour, in Tulln in Niederösterreich, sagte er, dass er jeden Tag dafür arbeite, dass die FPÖ mit Herbert Kickl die Wahlen nicht gewinne. Stocker verabsäumte dabei zu sagen, dass er jeden Tag zum Wohle der Österreicher arbeiten würde. 

Das Wort “Neuwahlen” wird lauter werden

Anders die Blauen. Laut Haselmayer würde es die FPÖ schaffen, zur Volkspartei zu werden. Die SPÖ sei generell schon verloren. 

Haselmayer überraschte mit der Antwort auf die Frage, ob er das Wort „Neuwahlen“ bereits vernommen hätte: „Kurz vor der Sendung, ja“. Und das werde in den kommenden Tagen lauter werden in den Bundesländern, die vor einer Wahl stehen. 

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