Während SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig (l.) um die Mehrheit im Rathaus fürchten muss, kann sich FPÖ-Wien-Obmann Dominik Nepp über solide Beliebtheitswerte freuen.

26. Juni 2026 / 17:58 Uhr

FPÖ festigt in Wien Platz zwei – Rot-pinke Mehrheit vor dem Aus

In Wien bleibt die SPÖ laut aktueller Umfrage zwar stärkste Kraft, doch die politischen Kräfteverhältnisse geraten zunehmend in Bewegung, denn die rot-pinke Stadtregierung von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig könnte ihre Mehrheit verlieren.

Hauptstadt-SPÖ verliert an Rückhalt

Die aktuelle Erhebung von W24 und dem Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) sieht die Genossen bei 36 Prozent. Damit liegt die Partei zwar noch vor der FPÖ, die auf 25 Prozent kommt. Dennoch verliert die Ludwig-SPÖ an Rückhalt, denn bei der Wien-Wahl 2025 lag sie noch deutlich höher.


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FPÖ etabliert sich als größte Konkurrenz

Parallel dazu festigt die FPÖ ihre Position als zweitstärkste Kraft in der Bundeshauptstadt. Während andere Parteien mit Verlusten oder Stagnation konfrontiert sind, gelingt es den Freiheitlichen, ihr Niveau zu halten und sich als zentrale Oppositionskraft zu etablieren.

Rot-Pink hätte keine Mehrheit mehr

Die Grünen erreichen 17 Prozent und setzen ihren Aufwärtstrend fort. Dahinter folgen die Neos mit neun Prozent, die damit vor der ÖVP liegen, welche nur noch auf acht Prozent kommt. Die KPÖ würde mit vier Prozent weiterhin den Einzug in den Gemeinderat verfehlen. Die bisherige Koalition aus SPÖ und Neos käme nach aktuellen Zahlen auf keine Mehrheit mehr. Damit rückt die Frage nach alternativen politischen Konstellationen stärker in den Fokus.

26 Prozent wollen Nepp als Bürgermeister

Auch bei einer hypothetischen Direktwahl des Bürgermeisters zeigt sich ein differenziertes Bild. Amtsinhaber Ludwig würde mit 46 Prozent klar führen, während FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp auf 26 Prozent kommt und damit deutlich über dem Parteiwert liegt. Andere Kandidaten bleiben abgeschlagen.

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