Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research zeigt ein gespaltenes Bild hinsichtlich einer möglichen Kanzlerschaft von FPÖ-Chef Herbert Kickl nach einem Wahlsieg seiner Freiheitlichen: Demnach sprechen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, dass Kickl im Fall eines FPÖ-Erfolgs auch das Kanzleramt übernehmen soll. 44 Prozent lehnen dies ab, vier Prozent zeigen sich unentschieden.
Mehr als ein Drittel hält Kanzler Kickl für „selbstverständlich“
Auffällig ist die Intensität der Meinungen: 36 Prozent der Befragten halten es sogar für „selbstverständlich“, dass Kickl Kanzler wird, während nur 33 Prozent dies „auf keinen Fall“ akzeptieren würden. Damit zeigt sich eine starke Polarisierung in der Bevölkerung.
Kickl polarisiert unter Wählern der Einheitspartei
Ein besonders klares Bild ergibt sich entlang der Parteipräferenzen. Unter FPÖ-Wählern sprechen sich nahezu geschlossen 98 Prozent für Kickl als Kanzler aus. Deutlich ablehnender zeigen sich die Wähler anderer Parteien: Bei den Neos liegt die Ablehnung bei 80 Prozent, bei den Grünen bei 77 Prozent – davon lehnen 68 Prozent eine Kanzlerschaft Kickls kategorisch ab. Auch unter ÖVP- (66 Prozent) und SPÖ-Wählern (63 Prozent) überwiegt die Skepsis.
Freiheitlicher Kanzler nur Frage der Zeit
Die Umfrage hat einen realen Hintergrund: In der Sonntagsfrage liegt die FPÖ derzeit bei 36 Prozent, deutlich vor der ÖVP mit 22 Prozent und der SPÖ mit 18 Prozent.


