Asperl Friedhof

FPÖ-Klubobmann Walter Asperl forderte in der Bezirksvertretung den Abbau der umstrittenen Fitnessgeräte am Meidlinger Friedhof.

23. Juni 2026 / 15:45 Uhr

Fitnessgeräte am Friedhof Meidling: FPÖ bleibt dabei – „Lasst unsere Toten in Frieden ruhen”

Die umstrittenen Fitnessgeräte am Meidlinger Friedhof waren nun auch Thema in der Bezirksvertretung. Die FPÖ Meidling erneuerte dabei ihre scharfe Kritik und forderte den sofortigen Abbau der Anlage. Unterstützung erhielt sie dabei auch von der Liste Pro Hetzendorf und der ÖVP.

Bereits im Vorfeld hatte die FPÖ mit eine Anfrage den Umbau des Friedhofs zu einer Freizeitanlage kritisiert. Auslöser waren die von den Friedhöfen Wien errichteten Bewegungsgeräte, die nach Ansicht der Freiheitlichen weder zum Charakter eines Friedhofs noch zu den Bedürfnissen der Besucher passen.

FPÖ: „Unpassender Ort für Fitnessgeräte“


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FPÖ-Klubobmann Walter Asperl machte in der Debatte deutlich, dass der Friedhof keine Sportanlage ist.

Es ist ein unpassender Ort. Ein Friedhof ist ein Ort der Ruhe, des Gedenkens und der Trauer – keine Freizeitanlage

Der Freiheitliche verwies darauf, dass zahlreiche Bürger ihrem Unverständnis Ausdruck verliehen hätten. Selbst Personen, die der FPÖ politisch fernstünden, hätten den Standort der Geräte als pietätlos bezeichnet. Zudem kritisierte Asperl, dass Geld für ein Projekt ausgegeben werde, das von vielen Meidlingern abgelehnt werde, während gleichzeitig an anderer Stelle sinnvollere Maßnahmen fehlen würden.

„Wir haben Zuschriften erhalten, wonach sich Friedhofsbesucher zusätzliche Sitzgelegenheiten wünschen. Gerade ältere Menschen brauchen mehr Bänke – keine Fitnessgeräte“, so Asperl.

Kritik an mangelnder Information

Kritik übte die FPÖ auch daran, dass die Bezirksvertretung von dem Projekt erst im Nachhinein erfahren habe. Asperl wörtlich:

Wenn man bei anderen Projekten auf Bürgerbeteiligung und Transparenz setzt, dann sollte das auch für derartige Vorhaben gelten. Wir wurden erst informiert, nachdem das Projekt bereits präsentiert worden war.

Auch wenn die Friedhöfe mittlerweile in die Zuständigkeit der Stadt Wien fallen, handle es sich um ein Thema von erheblichem öffentlichen Interesse für die Bewohner des Bezirks.

Bezirksvorsteher verteidigt Projekt

Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ) erklärte, die Anfrage sei formal unzulässig, da Friedhöfe nicht zum Wirkungsbereich der Bezirksvertretung gehörten. Gleichzeitig verteidigte er das Projekt. Es handle sich nicht um Fitnessgeräte, sondern um niederschwellige Bewegungsangebote für ältere Menschen. Außerdem seien keine Mittel aus dem Bezirksbudget verwendet worden.

Diese Argumentation überzeugte die Freiheitlichen jedoch nicht: „Es geht nicht darum, wer die Geräte bezahlt hat, sondern darum, dass sie auf einem Friedhof schlicht nichts verloren haben“, entgegnete Asperl.

Unterstützung auch von der Liste Pro Hetzendorf und der ÖVP

Mit ihrer Kritik stand die FPÖ in der Debatte nicht allein. Auch die Liste Pro Hetzendorf und die ÖVP sprachen sich für einen Rückbau der Anlage aus. Sie verwiesen darauf, dass sich in unmittelbarer Nähe ohnehin Parkanlagen mit Bewegungsmöglichkeiten befinden und ein Friedhof seiner Bestimmung als Ort der Ruhe und des würdevollen Gedenkens gerecht werden müsse.

FPÖ fordert Rückbau

Für die FPÖ bleibt die Forderung daher unverändert: Die Geräte sollen an einen geeigneten Standort – etwa in Parks oder bei Schulen – verlegt werden. „Dort, wo solche Geräte tatsächlich gebraucht werden, haben wir nichts dagegen. Aber auf einem Friedhof haben sie nichts verloren. Lassen wir unsere Toten in Frieden ruhen“, appellierte Asperl abschließend.

Die gesamte Debatte ist hier nachzuhören:

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