Wie weit sich die SPÖ von den Bürgern entfernt hat, zeigt die neue Fitnessanlage am Meidlinger Friedhof.
„Ein Friedhof ist kein Fitnesspark“
Die Freiheitlichen sprechen von einer „neueröffneten Mucki-Bude“ auf Friedhofsgrund und verlangen, dass die Trainingsgeräte umgehend wieder entfernt werden. Denn ein Friedhof sei ein Ort der Ruhe, des Gedenkens und der Würde.
Landtagsabgeordneter Klemens Resch kritisiert:
Wer hier Trainingsgeräte aufstellt, zeigt wenig Gespür für Pietät und die berechtigten Erwartungen der Friedhofsbesucher.
Die Stadt habe mit diesem Projekt die Grenze des Anstands deutlich überschritten, so Resch.
Unvereinbar mit Friedhofsordnung
Nach Ansicht der FPÖ widerspreche die Sportanlage auch dem Charakter der geltenden Friedhofsordnung. Dort werde auf Ruhe, Ordnung und Rücksichtnahme auf die Andacht anderer Besucher verwiesen. Die Installation von Sportgeräten sei daher, so die Freiheitlichen, am falschen Ort erfolgt. Sie fordern die Demontage.

Kritik an zuständiger Stadträtin
Resch nimmt auch die politisch zuständige SPÖ-Stadträtin Ulli Sima in die Pflicht. Die Wiener Stadtwerke und damit auch die Friedhöfe Wien fallen in ihren Verantwortungsbereich.
„Planungsstadträtin Sima fällt leider immer wieder mit fragwürdigen PR-Projekten auf, die an den Bedürfnissen und Empfindungen der Menschen vorbeigehen“, erklärt Resch. Und weiter:
Auch dieses Vorhaben sorgt bei vielen Bürgern nur für Kopfschütteln.
Kritik prallt ab
Der Meidlinger FPÖ-Landtagsabgeordnete Lukas Brucker verweist auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Viele Menschen hätten kein Verständnis dafür, dass ausgerechnet auf einem Friedhof Sportgeräte aufgestellt werden.
Das ist den roten Stadtverantwortlichen egal. Sie argumentieren damit, Friedhöfe als städtische Räume weiterzuentwickeln und neben der Begräbnisfunktion auch Aspekte wie Erholung, Begegnung und Grünraum stärker zu betonen. Am Meidlinger Friedhof sei rund um die Geräte zudem eine Bepflanzung vorgesehen, die später auch abschirmen soll.
Anfrage in der Bezirksvertretungssitzung
Die FPÖ Meidling kündigte für die kommende Bezirksvertretungssitzung eine Anfrage zu absurdem Fitness-Projekt an und forderte die umgehende Entfernung der bereits aufgestellten Sportgeräte. “Wir wollen ganz genau wissen, wie viel Steuergeld für diesen rot-pinken Schildbürgerstreich verschwendet wurde. Es kann nicht sein, dass trauernde Familien von Testosteron-Geschrei und Hantelklappern belästigt werden, nur weil die SPÖ-Dilettanten ein neues PR-Foto brauchen. Dass die Bezirksvertretung über diesen Wahnsinn im Vorfeld völlig im Dunkeln gelassen wurde, zeigt das wahre Gesicht dieser Systemparteien“, erklärte der Klubobmann der FPÖ Meidling, Walter Asperl, hinsichtlich der für Freitag geplanten Anfrage.
Steger übt scharfe Kritik
„Es ist ein absoluter Wahnsinn, dass die SPÖ einen Ort der Trauer und der Stille in einen billigen Wurstelprater verwandelt. Anstatt sich um die echten Probleme der Meidlinger zu kümmern, inszenieren sich die roten Versager lieber als ‚Kasperl der Woche‘ auf den Gräbern unserer Ahnen. Diese Verlierer-Koalition im Rathaus hat jeglichen Respekt vor der eigenen Bevölkerung und unserer Kultur verloren“, kritisierte die EU-Abgeordnete und Obfrau der FPÖ Meidling, Petra Steger.


