FPÖ-Chef Herbert Kickl sagte es offen: „Wir sind nur noch eine Wahl von der Volkskanzlerschaft entfernt“. Diese Wahl könnte früher stattfinden als gedacht: Denn laut einer INSA-Umfrage für exxpress wünscht sich schon jeder Zweite vorgezogene Neuwahlen.Â
Widerstand gegen Ampel wächst
Geht es nach den Österreichern, sprechen sich 43 Prozent für Neuwahlen aus, 42 Prozent sind dagegen und 15 Prozent haben keine Meinung dazu. Der klare Wert überrascht, auch wenn die Unzufriedenheit unter den Menschen gegen die Verlierer-Ampel aus ÖVP, SPÖ und Neos von Tag zu Tag spürbar wächst.Â
Kickl in Kanzlerfrage ohne Konkurrenz
Diese Stimmung spiegelt auch die Sonntagsfrage wider: Währen die Blauen weiter an der 40-Prozent-Marke kratzen und auf 38 Prozent Zustimmung kommen, teilen sich ÖVP und SPÖ mit je 20 Prozent abgeschlagen Platzt zwei. Dahinter liegen die Grünen mit acht Prozent und die Neos mit sieben Prozent. Und in der Kanzlerfrage gibt es ohnehin keine Konkurrenz mehr für Herbert Kickl.
Neuwahlen schon 2027
Kickl, von Journalisten gefragt, wie lange die Dreier-Koalition halten werde, antwortete, dass es nach den Landtagswahlen in Oberösterreich 2027 soweit sein könnte, dass es zu Neuwahlen kommt. Dann könnten die ÖVP-Funktionäre aufwachen und die Zusammenarbeit mit der SPÖ und Neos platzen lassen.
Schicksalsgemeinschaft gegen Kickl
Nationalratspräsident Walter Rosenkranz sagte diese Woche bei einer Veranstaltung, dass sich die drei Parteien auf eine Schicksalsgemeinschaft eingelassen hätten, um Herbert Kickl als Volkskanzler zu verhindern. Dennoch gebe es zwischen ÖVP, SPÖ und Neos große inhaltliche Differenzen, die zu einem vorzeitigen Bruch der Ampel führen könnte.Â
Kickl für Kanzlerschaft gerüstet
Der FPÖ-Parteichef scheint für die Kanzlerschaft gerüstet und voll Tatendrang. In einem Interview für die “ZIB2” sagte er:
Ich hoffe, dass die freiheitliche Partei auf Bundesebene das große Ziel erreichen kann, eine Regierung anzuführen – und zwar mit deutlicher Mehrheit. Ich glaube, dass wir nur noch eine Wahl davon entfernt sind. Und dann haben wir den ganz großen Ehrgeiz, zu beweisen, dass dieser System-Wechsel, von dem wir immer sprechen, weg von einer Politik ‚von oben herab‘ hin zu einem dienen der eigenen Bevölkerung von Erfolg getragen wird.Â


