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„Wo eine Zwangsmitgliedschaft ist, ist die Anfälligkeit höher, nicht leistungsorientiert zu arbeiten“, kritisierte der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek die Pflichtmitgliedschaft in Kammern.

„Wo eine Zwangsmitgliedschaft ist, ist die Anfälligkeit höher, nicht leistungsorientiert zu arbeiten“, kritisierte der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek die Pflichtmitgliedschaft in Kammern.

Kunasek: „Nur Köpfe auszutauschen und zur Tagesordnung übergehen, ist zu wenig“

Im Rahmen der Landeshauptleute-Konferenz in Seggau im Bezirk Leibnitz in der Steiermark machte der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) seinen Standpunkt zur Wirtschaftskammer-Affäre klar.

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Während andere, etwa ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker, der in der heißen Phase des WKO-Gagen-Skandals in Deckung ging, und jetzt – wo die Affäre im Abflauen ist – Reformen wie Senkung der Bezüge fordert, sprach Kunasek die wahren Probleme der Kammern an.

„Viel ungeschickter kann man es nicht machen“

Kunasek sagte, er sehe die Turbulenzen auch als Chance, sich selbst zu hinterfragen. Wenn er sich die niedrige Wahlbeteiligung bei Kammer-Wahlen (wie berichtet, nahmen zuletzt nur 26,5 Prozent der Unternehmer daran teil), dann müsse sich bei der WKO definitiv etwas ändern. Wörtlich meinte er:

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Wo eine Zwangsmitgliedschaft ist, ist die Anfälligkeit höher, nicht leistungsorientiert zu arbeiten.

Nur Köpfe auszutauschen und dann zur Tagesordnung überzugehen, sei zu wenig. Zu den Super-Gagen in den Kammern sagte der steirische Landeshauptmann:

Viel ungeschickter kann man es nicht machen.

Die Leute würden nicht wissen, wie sie über die Runden kommen, und dann fette man sich selbst die Gagen auf. Da bestehe klar Reformbedarf.

„ÖVP-System der Bereicherung auf Kosten der Unternehmer geht weiter“

Deutliche Worte zu den Vorgängen in der Wirtschaftskammer fand auch FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz, der in einem Gespräch mit FPÖ TV das Problem nicht gelöst sah. Mit dem Rauswurf von Harald Mahrer als WKO-Chef würde nur der Kopf ausgetauscht, aber das „ÖVP-System der Bereicherung auf Kosten der Unternehmer“ gehe natürlich weiter. Man versuche nur ein Schauspiel abzuziehen, ändern werde sich gar nichts. Erneut forderte Schnedlitz, die Zwangsgebühren für die Kammern endlich abzuschaffen.

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