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Während die Unternehmer reihenweise pleite gehen, erhöht ihre Interessenvertretung WKO (im Bild Präsident Harald Mahrer) die Löhne der Mitarbeiter um sage und schreibe 4,2 Prozent.

Während die Unternehmer reihenweise pleite gehen, erhöht ihre Interessenvertretung WKO (im Bild Präsident Harald Mahrer) die Löhne der Mitarbeiter um sage und schreibe 4,2 Prozent.

Lohnerhöhung für Mitarbeiter um 4,2 Prozent macht nur noch fassungslos

Die Presse deckte heute, Montag, auf, dass es für die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) eine Lohnerhöhung von 4,2 Prozent gibt. Das ist nicht nur deutlich über der Inflationsrate von 3,5 Prozent, sondern macht aufgrund der Pleitewelle von immer mehr Unternehmen in Österreich nur noch fassungslos.

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Unverständnis ist groß

Diese Meldung schlug bei den Zwangsmitgliedern der Wirtschaftskammer wie eine Bombe ein und stieß auf Unverständnis. Denn ausgerechnet die Wirtschaftskammer, die Interessensvertretung der Unternehmer, gönnt ihren Beschäftigten eine saftige Lohnerhöhung, während Betriebe aufgrund steigender Personal- und Energie-Kosten in Insolvenz schlittern oder ums Überleben kämpfen.

Verheerende Optik

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Eine unschöne Optik. Erst vor wenigen Wochen teilte der KSV1870 mit, dass in den ersten drei Quartalen die Zahl der Unternehmens-Insolvenzen um 5,5 Prozent gestiegen ist. Aktuell musste der Baustoffhändler Quester Insolvenz anmelden, im Oktober ist zudem die Arbeitslosenzahl weiter gestiegen – schon 388.000 Menschen sind in Österreich ohne Job.

Diese Woche verhandelt der Handel

Viele Branchen tragen der Entwicklung Rechnung und schließen aufgrund der schwächelnden Konjunktur heuer Lohnerhöhungen deutlich unter der Inflationsrate von 3,5 Prozent ab. Diese Woche ist der Handel dran, da geht es um 450.000 Angestellte und 120.000 Arbeiter. Was werden sich die im Handel Beschäftigten denken, wenn sie hören, dass der „Kammerstaat“ weiter wie die Maden im Speck lebt?

WKO-Mitarbeiter haben Sonderstellung

Gegenüber der Presse erklärte die ÖVP-nahe Wirtschaftskammer, dass die Kollektivverträge nicht wie andernorts üblich „verhandelt“, sondern in eine Formel gegossen werden, und diese spucke dann die sogenannte „Faktorerhöhung“ aus. Man betonte, dass die „jährlichen Gehaltserhöhungen der WKO-Mitarbeiter im langjährigen Vergleich deutlich niedriger ausfallen als in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst“.

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