Während sich die FPÖ um Bundesparteiobmann Herbert Kickl langsam der 40-Prozent-Marke nähert, so scheint es in Regierungskreisen gewaltig zu krachen. Wie lange kann eine Regierung, die bei Umfragen über keine Mehrheit verfügt, so weitermachen?
Koalition wackelt
Die FPÖ konnte bei den letzten Umfragewerten weiter an Boden gutmachen, demgegenüber kommen ÖVP, SPÖ und Neos nur noch auf insgesamt 43,5 Prozent – Unzensuriert berichtete. Das solche Werte für eine interne Krisenstimmung sorgen, dürfte offenkundig sein. Der Exxpress will nun über Regierungsinsider erfahren haben, dass die Koalition gewaltig wackelt.
Öffentliche Kritik
Indizien, die eine solche Beobachtung bestätigen, lieferte kürzlich Hans Peter Doskozil, der angesichts der Umfragen von „Feuer am Dach“ sprach, womit er auf die derzeitige Verfassung der Bundespartei der SPÖ anspielte. Mit dem gegenwärtigen Zustand der Bundespartei wolle er „in keine Wahl gehen“. Einen Schritt weiter ging sogar Niederösterreichs SPÖ-Chef Sven Hergovich, der eine Kurskorrektur forderte. Und hier kommt der Knaller: Explizit bei den FPÖ-Themen wie der Migration und der Teuerung. Das zeigt, auch wenn die FPÖ in der Opposition ist, so können die Regierenden die 40-Prozent-Umfragen nicht länger ignorieren.
Wie lange geht das noch weiter?
Nicht nur die SPÖ scheint in breiten Kreisen unzufrieden, auch bei den Neos mehrt sich Kritik. Der Exxpress schreibt, unter Verweis auf Regierungsinsider, dass die Koalition bereits gewaltig auf der Kippe stand. Insbesondere soll sich dies Ende Juli mit dem Streit um Wehrpflicht und Zivildienst verschärft haben, da die Neos massiven Widerstand gegen den Kompromiss kenntlich machten. Erst ein Telefonat von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger konnte den vorzeitigen Bruch abwenden. Offen bleibt jedoch, wie lange kann die Verlierer-Ampel ihre Politik durchdrücken, die in der Bevölkerung längst nicht mehr mehrheitsfähig ist?
