ORF, Andreas Babler

Der neue ORF-Skandal trifft indirekt auch SPÖ-Medienminister Andreas Babler! Wegen mutmaßlicher Nötigung droht seinem Parteifreund, dem Chef des Stiftungsrats, Heinz Lederer, ein Strafmaß bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

7. August 2026 / 07:22 Uhr

Neuer ORF-Skandal: Ermittlungen gegen SPÖ-Funktionär im Stiftungsrat

Jetzt greift sogar die Justiz ein: Die Staatsanwaltschaft Wien führt den roten Stiftungsratschef Heinz Lederer bereits offiziell als Beschuldigten. Dem SPÖ-Funktionär wird schwere Nötigung vorgeworfen, weil er den damaligen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann am Telefon massiv unter Druck gesetzt haben soll.

Nachdem jüngst Enthüllungen über unangebrachte Chat-Nachrichten des ehemaligen ORF-Generaldirektors Roland Weißmann für Negativschlagzeilen sorgten, rückt nun die parteipolitische Einflussnahme der SPÖ direkt in das Schlaglicht. Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt offiziell gegen den Stiftungsratsvorsitzenden Lederer. Angesichts dauerhafter Vorwürfe von Vetternwirtschaft, Postenschacher und politischen Machtspielen wachsen in der Bevölkerung zunehmend Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Berechtigung der verpflichtenden Rundfunkgebühr.

Verdacht: Schwere Nötigung!

Ausgangspunkt für die Ermittlungen in der Causa, über die Krone ausführlich berichtete, ist ein brisantes Telefonat aus dem Frühjahr 2025. Konkret geht es um ein Gespräch zwischen dem SPÖ-Stiftungsratschef Heinz Lederer und dem damaligen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Als sein Gesprächspartner am Telefon zunehmend lauter wurde, schaltete Weißmann aus Sorge vor Konsequenzen den Lautsprecher ein. Sein hinzugerufener Mitarbeiter hörte das Gespräch mit und fertigte ein detailliertes schriftliches Protokoll über den Gesprächsverlauf an.

In dem rund halbstündigen Telefonat soll Lederer massiven Druck ausgeübt haben. Laut den Vorwürfen forderte er den Austausch eines frisch bestellten Chefredakteurs im ORF-Zentrum sowie die Vergabe eines millionenschweren, aus Rundfunkgeldern finanzierten Produktionsauftrag an eine bestimmte TV-Produktionsfirma. Diese massiven Zugeständnisse knüpfte der SPÖ-Funktionär mutmaßlich direkt an seine politische Unterstützung bei der anstehenden Wiederwahl des Generaldirektors.

Im Verlauf des angespannten Telefonats soll schließlich die Drohung gefallen sein: „Das war’s dann mit dem General!“ Für Beobachter stellt dieser Satz eine eindeutige Erpressungsdrohung bezüglich Weißmanns beruflicher Führungsposition dar.

Lederer bestreitet Vorwürfe

Der Beschuldigte selbst weist die schweren Anschuldigungen vehement von sich. Heinz Lederer (SPÖ) betonte auf Anfrage, dass er von diesen Vorwürfen nichts wisse und nie mit entsprechenden Inhalten konfrontiert worden sei. Es habe sich aus seiner Sicht lediglich um einen regulären Meinungsaustausch im Rahmen seiner Kontrollfunktion gehandelt. Die kolportierte Wortwahl entspreche keineswegs seinem Stil, und an eine derartige Drohung könne er sich schlicht nicht erinnern.

Drohen dem SPÖ-Funktionär bis zu fünf Jahre Haft?

Die Justiz wertet den Vorfall keineswegs als harmloses Alltagsgeschäft: Nina Bussek, die Leiterin der Staatsanwaltschaft Wien, bestätigte gegenüber den Medien offiziell, dass ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Nötigung gegen den Stiftungsratsvorsitzenden geführt wird. Auch wenn die Behörde zu den genauen Details aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst keine inhaltlichen Auskünfte gibt, wiegt der rechtliche Verdacht schwer. Sollte sich der Vorwurf der schweren Nötigung gemäß § 106 StGB vor Gericht bestätigen, droht im Falle einer Verurteilung ein Strafmaß von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe! Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung gilt für den SPÖ-Politiker jedoch uneingeschränkt die Unschuldsvermutung.

Dauerkrise beim ORF: Wer bezahlt dafür?

Dieser erneute Skandal offenbart auf erschreckende Weise die Dreistigkeit parteipolitischer Begehrlichkeiten innerhalb des ORF-Aufsichtsrates. Es bleibt fraglich, ob diese Justizermittlungen tatsächlich personelle und strukturelle Konsequenzen nach sich ziehen werden oder ob es wie gewohnt weitergeht.

Solange der ORF weiterhin als Selbstbedienungsladen und Spielball roter Parteien missbraucht wird, bleibt die Kritik an der erzwungenen Rundfunkgebühr mehr als berechtigt.

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