Der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig besetzt derzeit 13 Führungspositionen im Sender neu: vier zentrale Direktionen und neun Landesdirektionen. Die ursprünglich für Juli geplante Bestellung wurde verschoben und soll nun nach dem Ende der Bewerbungsfrist voraussichtlich im August erfolgen. Transparenz gibt es dabei keine, denn Pig will die Namen der Bewerber nicht nennen.
Beim ORF bleibt alles beim Alten
FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker sprach von Postenschacher. Dass Pig nicht alle Namen der Bewerber offenlegen wolle und in den Landesdirektionen laut Berichten „das meiste beim Alten“ bleibe, sei ein Beleg für mangelnde Transparenz und fehlende Reformbereitschaft. „Das ist keine Reform, das ist Beton. Der Küniglberg dreht sich weiter um sich selbst, das rot-schwarze Postenkarussell läuft ungebremst“, so Hafenecker.
Reformen statt Postenschacher
Angesichts möglicher höherer ORF-Zwangsgebühren kritisierte er zudem, dass die Bürger mehr zahlen sollen, während das System seine eigenen Leute versorge – das sei „die Realität dieses Gebühren-ORF“. Die FPÖ fordert daher eine grundlegende Reform des Staatssenders. Hafenecker stellte klar:
Dieser Zwangsgebühren-Moloch gehört nicht umgefärbt, sondern von Grund auf reformiert – Schluss mit dem Zwang, Schluss mit dem Postenschacher auf Kosten der Bürger.
