Der ORF kostet die Österreicher etwa 900 Millionen Euro im Jahr – doch statt einem ansprechenden Programm gibt trotz Zwangsgebühr vor allem Wiederholungen und alte Sendungen.
Eine Auswertung von LA Media zeigt, wie eintönig das Programm des Staatssenders aussieht: Gestern, Freitag, senden ORF 1 und ORF 2 zusammen mehr als 1.500 Minuten lang alte Filme, Serien und Wiederholungen. Damit bestand über die Hälfte des Programms aus bereits ausgestrahlten Inhalten.
Tagesprogramm im Überblick
Im ORF-2-Programm begann der Vormittag nach dem Frühstücksfernsehen mit einer bereits am Vortag gezeigten Ausgabe von „Silvia kocht“. Danach lief mit „Ein Schloss am Wörthersee“ eine Serie aus dem Jahr 1990, gefolgt von einer Wiederholung von „kreuz&quer“. Zu Mittag sendete ORF 2 erneut eine Ausgabe von „Am Schauplatz“, die an diesem Freitag sogar zweimal wiederholt wurde.
Am Nachmittag standen weitere ältere Formate auf dem Plan, darunter „Die Rosenheim-Cops“ von 2011, „Die Bergretter“ von 2016 und „Um Himmels Willen“ aus demselben Jahr. Im Hauptabend zeigte ORF 2 „Der Alte“ aus 2023, kurz vor Mitternacht folgte noch ein Krimi aus 2019. Dazwischen wurde immerhin live von den Bregenzer Festspielen übertragen.
ORF 1 mit Archivware
Auch ORF 1 setzte am Vormittag vor allem auf alte US-Formate, darunter mehrere Sendungen aus 2021. Danach folgten gleich zwei Quizshows in Wiederholung vom Vortag. Zu Mittag liefen die Krimis „Death in Paradise“ von 2022 und „Kommissar Rex“ aus dem Jahr 2000.
Am Nachmittag dominierte der Sport, am Abend wird der Film „Hinterholz 8“ aus dem Jahr 1997 gezeigt. Kurz vor Mitternacht läuft dann noch „Blind ermittelt“ von 2018.
Hoher Anteil alter Sendungen
Zusammen kamen ORF 1 und ORF 2 an diesem Tag auf rund 25 Stunden beziehungsweise mehr als 1.500 Minuten Wiederholungen und Archivmaterial. Die Spartensender ORF 3 und Sport+ sind dabei noch gar nicht mitgerechnet, obwohl sie derzeit nahezu vollständig auf Archivinhalte setzen.
Damit ist die Anstalt weit davon entfernt, ihren Auftrag zu erfüllen: Laut ORF-Gesetz soll der Sender im Hauptabend zwischen 20 und 22 Uhr „in der Regel anspruchsvolle Sendungen“ wie Dokumentationen, Kultur- oder Informationsformate zu komplexen Themen anbieten.
