Veit Dengler und Beate Meinl-Reisinger

Der Rauswurf von Veit Dengler aus der Partei hat Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger in eine mediale Negativ-Spirale gebracht.

15. Juli 2026 / 08:25 Uhr

Pinke im Negativ-Modus: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Eine pinke Kampagne in sozialen Netzwerken, in der neue Politiker gesucht werden, wirkt unfreiwillig komisch. Der Zeitpunkt sorgt für Schmunzeln, da ja erst vor wenigen Tagen der Mitbegründer der Partei, Veit Dengler, – wie berichtet – hinausgeworfen wurde. Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger kommt aber auch aus anderen Gründen aus den negativen Schlagzeilen nicht hinaus. 

Meinl-Reisinger säubert die Partei

Die härteste Abrechnung mit der Neos-Chefin macht heute, Mittwoch, Kronen-Zeitung-Chefredakteur Klaus Herrmann. „Neos: Wo unbequeme Meinungen keinen Platz haben“, heißt der Titel seines Kommentars, in dem er wörtlich schreibt:

Die als Außenministerin in der Welt herumjettende Parteichefin Beate Meinl-Reisinger hinterlässt zwar weder in der Welt noch in der Regierung echte Spuren – dafür säubert sie die Partei. Unbequeme Geister, unbequeme Meinungen haben da keinen Platz. 

Schellhorn weiter Reigierungskasperl

Herrmann wirft der pinken Frontfrau vor, die beiden Parteigründer, Matthias Strolz und Veit Dengler schlecht behandelt zu haben. Strolz sei bei der Minister-Zusammenstellung die Tür vor der Nase zugeschlagen worden, auch Dengler habe man vor diese Tür gesetzt, als es darum ging, wer von den Pinken auf der Regierungsbank sitzt. Herrmann nennt das eine „verkehrte Welt“, denn „ihr hochgradig verhaltensauffällige Staatssekretär Sepp Schellhorn darf weiter den Regierungskasperl spielen“.

Angst vor der Demokratie

Michael Fleischhacker sagt in einem Kommentar auf ServusTV, dass Politiker wie Meinl-Reisinger Angst vor der Demokratie hätten. Wenn die Neos seit langem den Plan hätten, auch so versteinert und vernöchelt zu wirken wie ihre Regierungspartner ÖVP und SPÖ, dann hätten sie alles richtig gemacht. Wollten sie aber weiterhin den Eindruck erwecken, dass sie so etwas wie eine regierende Antithese zu Parteienstaat und betreutem Denken im Parlamentsklub seien, dann hätten sie zumindest den Eindruck erwecken müssen, dass die Liberalen mit Abweichlern und Solisten anders umgehen, als die alten Kaderparteien.

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