Die Tagespresse zeigt Sebastian Bohrn Mena mit einem Heiligenschein auf dem Kopf und bezeichnet ihn als „universellen Maßstab in puncto Attraktivität, Charakterstärke und Intelligenz“. Der Herr Magister, der durch Klagen gegen Internet-Nutzer für Aufsehen sorgte, wird in dem Artikel als „österreichischer Cuvée aus Albert Einstein, Brad Pitt und Barack Obama bezeichnet.Â
Ohne finanzielle Hintergedanken
Alles Satire könnte man nach dem Lesen dieser Zeilen – und nachdem man seine Lachmuskeln wieder in den Griff bekommen hat – sagen. Doch die Formulierungen haben es in sich und lassen tief blicken, etwa diese:
Derzeit sieht sich der „Man of The Year“ (Time Magazine 2018 – 2026) mit einer noch nie dagewesenen Welle des Hasses konfrontiert. „Falschheit“, „opportunistische Geschäftemacherei“, „politischer Brandstifter“ oder gar der brutale Klick auf einen „Gefällt mir“-Button sind nur einige der zutiefst infamen Beleidigungen, die von Bohrn Mena zuletzt ohne finanzielle Hintergedanken juristisch geahndet und richterlich sanktioniert wurden.
Ein wahrer Philanthrop
Ein wahrer Philanthrop (gemeint ist Sebastian Bohrn Mena) lasse dieses „unfreiwillig erlittene Kapital“, das er als symbolisches Schmerzensgeld erstritten habe, nicht einfach auf sein Konto vergammeln. Um die Mittel nahtlos, geräuschlos und vor allem uneigennützig wieder in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, habe es eines maßgeschneiderten Gefäßes bedurft. Wörtlich heißt es in der Satire-Zeitung:
Besondere Bewunderung hegt die Redaktion der Tagespresse für die von ihm und seiner Ehefrau ins Leben gerufene Gemeinwohlstiftung COMÚN.
Stiftung als wahres Meisterwerk
Die Tagespresse erklärt ihre Bewunderung so: Die Stiftung sei ein wahres Meisterwerk struktureller Effizienz. Dass Veronika und Sebastian Bohrn Mena gleichzeitig Gründer, die einzigen Vorstandsmitglieder und somit ihre eigenen, alleinigen Kontrolleure sind, zeuge von beispiellosem Vertrauen in sich selbst.
Medialer Schlagabtausch
Insgesamt bietet der Artikel einen Leser-Leckerbissen für all jene, die es gar nicht sympathisch finden, dass Sebastian Bohrn Mena gegen Internet-Nutzer gerichtlich vorgeht. Dazu gehört ja auch Falter-Chefredakteur Florian Klenk, der sich mit Bohrn Mena – wie berichtet – einen medialen Schlagabtausch liefert. Kommentarschreiber Martin E. fragte daher unter der satirischen Tagespresse-Verspottung, ob der Artikel vom Falter-Chef gesponsert wurde (“Sponsored by Florian Klenk?”).


