Bereits im vergangenen Jahr eröffnete Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger die Salzburger Festspiele – Kostenpunkt für den Empfang: stolze 15.000 Euro.

24. Juli 2026 / 16:42 Uhr

Während Bevölkerung sparen muss: Meinl-Reisinger lädt zu teurem Festspiel-Empfang

Trotz strenger Sparvorgaben, die vor allem die ohnehin schon teuerungsgeplagte Bevölkerung treffen, veranstaltet Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger morgen, Samstag, erneut einen Empfang im Rahmen der Salzburger Festspiele.

Erneuter Festspiel-Empfang des Außenministeriums sorgt für Kritik

Die Ausgaben für den Empfang des Außenministeriums bei den Festspielen hatten bereits im letzten Jahr Diskussionen ausgelöst. Nun kommt es zur Wiederholung: Beate Meinl-Reisinger lädt am Samstagnachmittag wieder zu einem exklusiven Treffen mit Künstlern in das Große Festspielhaus Salzburg.

Am Sonntag werden die diesjährigen Salzburger Festspiele offiziell eröffnet. Die traditionelle Festrede hält Bundespräsident Alexander Van der Bellen. ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker begrüßt zudem den griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis als Ehrengast. Gemeinsam besuchen sie die Premiere der Oper „Carmen“.

Empfang kostete im Vorjahr 15.000 Euro

Bereits am Abend vor der Eröffnung findet der mittlerweile traditionelle Empfang von Meinl-Reisinger statt, der gemeinsam mit dem Direktorium der Salzburger Festspiele organisiert wird. Ein Sprecher der Ministerin bestätigte die Veranstaltung auf Anfrage.

Das war teuer: Im vergangenen Jahr beliefen sich die Kosten für den Termin auf beträchtliche 15.000 Euro aus öffentlichen Mitteln. Obwohl die Regierung der Bevölkerung gleichzeitig umfangreiche Einsparungen abverlangt, hält die Neos-Chefin an dem Empfang fest.

FPÖ sieht Veranstaltung als “Ablenkungsmanöver”

Das Außenministerium begründet den Termin damit, dass “ein internationales diplomatisches Publikum und Wirtschaftstreibende aus aller Welt mit Kulturschaffenden aus dem In- und Ausland zusammengebracht” werde. Zudem wird betont: “Die Räumlichkeiten für die Veranstaltung werden übrigens kostenlos zur Verfügung gestellt.”

Mölzer kritisiert Empfang als “billigen PR-Auftritt”

Welche Kosten diesmal tatsächlich entstehen, soll nun parlamentarisch geklärt werden. FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer kündigte bereits vor Beginn der Veranstaltung eine Anfrage an die Außenministerin an. Mälzer sparte nicht mit Kritik:

Die Salzburger Festspiele sind ein weltweites Aushängeschild unserer Republik und ein glanzvolles Symbol unserer kulturellen Identität. Sie stehen für künstlerische Exzellenz und überparteiliche Strahlkraft. Doch genau dieses einzigartige Erbe wird nun von der Verliererkoalition für billige PR-Auftritte zweckentfremdet.

Der freiheitliche Mandatar legt nach: Es sei eine absolute Schande, wie hier eine unabhängige Kulturinstitution als Kulisse für die elitäre Selbstdarstellung der Neos-Außenministerin missbraucht werde.

Mölzer verlangt nun “eine lückenlose Aufklärung und den strikten Schutz der Kunst vor parteipolitischer Vereinnahmung”. Den Empfang von Meinl-Reisinger bezeichnete er außerdem als “Selbstbedienungsladen für abgehobene Politiker”. “Die Kunst muss frei bleiben und darf nicht zum Spielball für die Imagepflege von Regierungsmitgliedern werden”, stellte Mölzer klar. Das Steuergeld gehöre den Österreichern und habe in der elitären Blase der Verlierer-Ampel nichts verloren!

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