Beate Meinl-Reisinger und Birgit Obermüller

Mit einer Entgleisung gegen FPÖ-Wähler versuchte die Tiroler Neos-Chefin Birgit Obermüller (rechts) von den parteiinternen Problemen der Pinken unter Beate Meinl-Reisinger abzulenken.

24. Juli 2026 / 14:58 Uhr

Pinke Chefin sagt sinngemäß: „Wer FPÖ wählt, ist ungebildet oder schlicht zu dumm“

Drehen die Pinken jetzt völlig durch? Nach Turbulenzen in der eigenen Partei sind die Neos offenbar um Ablenkungs-Manöver bemüht. Dabei schoss die Tiroler Neos-Chefin Birgit Obermüller im ORF Tirol-„Sommergespräch“ den Vogel ab. 

Rote Linie überschritten

Obermüller vertrat im ORF nämlich sinngemäß die Auffassung, dass mehr Bildung dazu beitragen könne, Menschen davon abzuhalten, die FPÖ zu wählen. Für FPÖ-Landesgeneralsekretär Patrick Haslwanter hat die Neos-Chefin damit eine rote Linie deutlich überschritten. Wörtlich sagte er: 

Wer behauptet, man müsse die Menschen nur besser bilden, damit sie nicht mehr die FPÖ wählen, sagt damit im Umkehrschluss nichts anderes als: Wer die FPÖ wählt, sei ungebildet, leichtgläubig oder schlicht zu dumm, die vermeintlich richtige politische Entscheidung zu treffen. Das ist keine sachliche politische Analyse, sondern eine niederträchtige Beleidigung hunderttausender mündiger Bürger. 

An Arroganz nicht zu überbieten

Die Aussage, so Haselwanter weiter, offenbare ein erschreckendes Demokratieverständnis der Tiroler Neos- Chefin. Für Frau Obermüller seien Wähler offenbar nur dann vernünftig und ausreichend gebildet, wenn sie ihr „Kreuzerl“ bei der von ihr gewünschten Partei machen. Entscheiden sich die Menschen jedoch bewusst für die FPÖ, dann müsse es ihrer Ansicht nach an Bildung fehlen. Eine derart überhebliche Haltung sei an Arroganz kaum noch zu überbieten, stellte Haslwanter auch in einem Video-Beitrag fest. 

Wähler der FPÖ quer durch alle Bevölkerungsgruppen

Wie falsch Obermüller mit ihrer Entgleisung liegt, beweisen auch die jüngsten Aussagen des Geschäftsführers vom Meinungsforschungsinstituts OGM, Wolfgang Bachmayer, im profil: „Der Anspruch von Herbert Kickl, Volkskanzler zu sein, trifft jedenfalls demographisch betrachtet bereits zu“. Die Wählerbasis der FPÖ reiche heute quer durch alle Bevölkerungsgruppen – weit über das frühere klassische Stammwähler-Milieu hinaus. Genau das mache die FPÖ zur stärksten politischen Kraft im Land und Herbert Kickl für viele Menschen zum Vertreter ihrer Interessen. 

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