Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und ihr Ressort sind viel unterwegs – das kostet die Steuerzahler entsprechend Geld: Laut einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ beliefen sich die Ausgaben für Flugreisen zwischen dem 1. Jänner und dem 31. März auf 400.921 Euro. Als Begründung verweist das Ministerium auf gestiegene Ticketpreise infolge der Konflikte im Nahen Osten sowie auf zahlreiche Reisen im Zusammenhang mit Österreichs Kandidatur für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat.
Auch Schellhorn ist Vielflieger
Besonders ins Gewicht fielen dabei mehrere internationale Dienstreisen. Die Flüge für die Ministerin und einen Kabinettsmitarbeiter zu Arbeitsgesprächen bei der UNO in New York kosteten mehr als 10.700 Euro. Auch ein offizieller Arbeitsbesuch in Maskat (Oman) Riad (Saudi-Arabien) und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) schlug mit einem fünfstelligen Betrag zu Buche. Zusätzlich verursachten Reisen von Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn und weiteren Mitarbeitern Kosten, etwa für einen Besuch in Ghana zur Eröffnung des Österreichischen Kulturforums.
Ministerium fliegt durch die Welt und lässt Österreicher zahlen
Die FPÖ reagierte mit scharfer Kritik auf die Zahlen und warf dem Außenministerium eine ausufernde und abgehobene Reisepolitik vor. „Es ist wirklich nicht zu glauben, wie unter Meinl-Reisingers Führung das Geld im Außenministerium abgeschafft ist“, monierte Generalsekretär Michael Schnedlitz. Da werde „kreuz und quer in der Gegend herumgeflogen, während sich immer mehr Österreicher nicht einmal mehr einen Urlaub mit dem Auto leisten können“. Diese „abgehobene Politik“ sei „nicht länger hinnehmbar“.
Nach Darstellung des Ressorts werde jedoch nach den Grundsätzen von Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Transparenz gearbeitet. Für Kurzstrecken werde grundsätzlich Economy-Class genutzt, während Business-Class nur dann zum Einsatz komme, wenn keine andere Möglichkeit bestehe.


