Haben Sie gewusst, dass Sie mit rund 15 Prozent Ihrer Stromrechnung – und zwar über das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) – auch den Bau von Windrädern finanzieren? Oder dass durch den Ausbau von Windkraft Adelige, Kirche und Bundesforste noch reicher werden? Vielen war das vielleicht nicht bewusst, bis gestern, Dienstag, FPÖ-Energiesprecher Paul Hammerl in Wien-Floridsdorf Bürger darüber aufklären konnte.
Verpächter werden Millionäre
Hammerl kam auf Einladung des FPÖ-Bezirksparteiobmanns und Landtagsabgeordneten Wolfgang Irschik in den 21. Bezirk, wo die Besucher der Veranstaltung aus dem Staunen nicht herauskamen. „Wer Grundstücke für Windräder verpachtet, wird zum Millionär“, sagte Hammerl, und er führte weiter aus: Adelige, Kirche und Bundesforste würden noch reicher, wenn sie Grundstücke für den Bau von Windkraftanlagen verpachten. Werden Ackerflächen normalerweise zwischen 300 Euro und 800 Euro pro Hektar verpachtet, können dieselben Flächen zum bis zum zehnfachen Preis an PV-Anlagen Betreiber vermarktet werden. Nicht nur, dass damit immer weniger Flächen für die Landwirtschaft zur Verfügung steht, werden diese auch immer teurer. Das schadet unseren Bauern.
Alle Stromkunden zahlen mit
Linke Aktivisten und Großgrundbesitzer – wie der Adel, die Kirche und die Bundesforste – hätten mit der Windkraft ein Geschäftsmodell entdeckt, dabei könnte diese Art von Energiegewinnung ohne hohe Förderungen gar nicht existieren. Jeder Bürger müsste dafür seinen Beitrag leisten. Und zwar mit rund 15 Prozent seiner Stromrechnung, die er aufgrund des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes an den Staat abliefern müsse.Â
36.000 Industriearbeitsplätze gingen verloren
Laut Hammerl führe kein Weg am Ausbau der Wasserkraft vorbei. Denn während der Strom aus Windkraft rund zehn Cent koste, würde man für Wasserkraft nur drei Cent zahlen. Aufgrund der hohen Energiekosten, die durch den Ausbau von erneuerbarer Energie und den Sanktionen gegen Gas aus Russland entstanden sind, wären in den vergangenen Jahren in Österreich 36.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen.
Teurer Fernwärme-Preis durch Regulator Ludwig
Der FPÖ-Energiesprecher hat auch die Fernwärme-Preise in Österreich verglichen und musste feststellen, dass die Fernwärme in Wien doppelt so teuer ist wie in anderen Städten Österreichs. Der Grund: Als Preisregulator des Stadt Wien eigenen Unternehmens könne SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig den Fernwärme-Preis freihändig festlegen. Dennoch würden Schulden der Stadt ins Unermessliche anwachsen.


