Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser zeigte sich empört über den Düngemittel-Zoll und sprach von einem „schweren Schlag“ gegen die Landwirtschaft.

8. April 2026 / 15:30 Uhr

Brüssel kassiert Landwirte ab: Düngemittel-Zoll gefährdet heimische Betriebe

Die EU‑Kommission weigert sich bisher, Ausnahmen vom CO₂‑Zoll für importierte Düngemittel zuzulassen, obwohl Frankreich, Italien und Kroatien Ende März eine zeitweise Aussetzung gefordert hatten.

Landwirte unter Druck

Agrarkommissar Christophe Hansen hatte das Vorgehen damit begründet, dass ein Aussetzen der Abgabe die Abhängigkeit Europas von Düngemittelimporten verschärfen und die heimische Produktion zusätzlich schwächen könnte. Für viele Bauernvertreter und den freiheitlichen EU‑Abgeordneten Gerald Hauser bedeutet diese Haltung hingegen einen „schweren Schlag“ gegen die Landwirtschaft, weil hohe Energie‑ und Düngemittelpreise die Betriebe bereits stark unter Druck setzten – Klimapolitik, die zu Lasten der Versorgungssicherheit und der bäuerlichen Einkommen geht.

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung


CO₂‑Zertifikate für Düngemittel nötig

Die Ablehnung der Aussetzung des CO₂‑Grenzausgleichs (CBAM) für importierte Düngemittel zuzulassen, steht in einem engen Zusammenhang mit der vollständigen Implementierung des neuen Zollsystems ab 1. Jänner 2026. Für Düngemittel gilt seither eine Mengenschwelle von 50 Tonnen pro Jahr: Unterhalb dieser Grenze entfällt die Pflicht zur Registrierung und zum Erwerb von CO₂‑Zertifikaten, liegt der Import darüber, greift die vollständige CBAM‑Pflicht.

Betriebe zahlen die Zeche

Der neue CO₂‑Grenzzoll (CBAM) zielt darauf ab, Klimaschutz‑ und Wettbewerbsnachteile zu verringern, indem importierte Güter wie Stahl, Zement, Aluminium und Düngemittel mit den gleichen CO₂‑Kosten belastet werden, wie sie europäischen Herstellern über die EU‑Emissionshandels EU‑ETS bereits auferlegt werden. Durch die Festlegung des CO₂‑Preises auf 75,36 Euro pro Tonne für das erste Quartal wird das Instrument nun finanziell konkret: Importeure müssen diesen Preis – oder einen daraus abgeleiteten Betrag – für die CO₂‑Emissionen der Herstellung in ihr Land „aufwiegen“, etwa über Zertifikate oder indirekt in die Wareneinkaufspreise einrechnen. Gerade bei Düngemitteln, die stark von Energie und Importen abhängen, führt das zu heftiger Diskussion, weil Landwirte beklagen, die Kostenlast drohe direkt auf sie überzuspringen, während Brüssel zugleich behauptet, der Zoll solle europäische Produktion und Innovation in klimafreundlichere Prozesse fördern statt rein zu belasten.

Bauern zahlen drauf

Hauser kritisiert dieses Vorgehen scharf: „Unglaublich! Brüssel zieht den Landwirten das Geld aus der Tasche und verkauft das als Klimapolitik!“ Er spricht von einem „desaströsen Belastungsprogramm“ für die europäische Versorgungssicherheit und fordert eine Politik, die die bäuerlichen Betriebe nicht noch weiter unter Druck setzt.

Der Kern des Problems liege im System selbst:

Die EU verteuert Dünger, obwohl Europas Bauern bereits unter Krieg, Energiepreisen und Lieferunterbrechungen leiden. Wer in so einer Lage zusätzliche Zoll- und CO2-Lasten verteidigt, handelt gegen die eigene Bevölkerung!

Landwirte werden doppelt bestraft

Besonders brisant sei, dass Frankreich die Aussetzung ausdrücklich mit höheren Kosten durch Unterbrechungen infolge des Iran-Kriegs begründet habe. Die globalistischen Eliten in Brüssel würden mit ihrer Politik dafür sorgen, dass die Bauern doppelt bestraft werden, nämlich durch die Krise und dann auch noch durch die EU-Abgabe. Hauser wörtlich:

Das muss sofort aufhören! Die Kommission muss diese Absurdität sofort beenden! Die Folgen des CO2-Grenzausgleichs auf die Landwirtschaft müssen nicht nur aufgezeigt, sondern alle negativen Folgen müssen verhindert werden!

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Politik aktuell

13.

Apr

16:25 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Herbert Kickl zur Ungarn-Wahl: EU-Zentralisten jubeln, patriotischer Schutzmechanismus aktivieren!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.